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Regionalanästhesie
Eine nur teilweise Betäubung zu Ihren Gunsten
In bestimmten Fällen ist die Therapie mit einer Regionalanästhesie sinnvoll. Dabei wird eine geringe Menge eines Lokalanästhetikums an einen Nerven gespritzt und in dessen Verlauf eine Schmerzfreiheit erreicht. Dies geschieht entweder als einmalige Spritze („single shot“), die einige Stunden anhält, oder mit Hilfe eines dünnen Katheters und einer Pumpe, mit der man das Medikament kontinuierlich über mehrere Tage fortführen kann.
Man unterscheidet zwischen Plexuskathetern, die z.B. Arm, Schulter oder Bein versorgen und den rückenmarknahen Verfahren, bei denen das Medikament in die Nähe des Rückenmarks gebracht wird. Hier erreicht man dann Schmerzfreiheit in einem definierten Abschnitt von Brustkorb, Bauch, Becken oder Beinen.
Alle Regionalanästhesiekatheter werden von uns, dem Akut-Schmerzdienst mit täglichen Visiten betreut.
Mit einer fortlaufenden Regionalanästhesie dürfen Sie aufstehen. Sie können, ggf. mit Hilfe, durchaus das Bett verlassen und umherlaufen. Häufig ist gerade diese Mobilität das gewünschte Ziel einer Regionalanästhesie.
So kann eine umfassende Krankengymnastik unter Umständen erst durch eine Regionalanästhesie ermöglicht werden. Komplikationen wie z.B. Lungenentzündungen durch Bettlägerigkeit oder schmerzbehinderte flache Atmung lassen sich hierdurch oft vermeiden. Auch eine evtl. Darmträgheit mit der Gefahr eines Darmverschlusses wird durch eine z.B. Periduralanästhesie (PDK) günstig beeinflusst.
Bitte stehen Sie jedoch zunächst nicht alleine auf! Auch wenn bei einem rückenmarknahen Verfahren (spinal oder peridural) das Gefühl und die Beweglichkeit der Beine vermeintlich normal sind, so kann die Kraft noch eingeschränkt sein - es besteht Sturzgefahr! Lassen Sie sich helfen, bis Sie sicher auf den Beinen sind!
Die jeweilige Indikation, das genaue Vorgehen und die Risiken und Nebenwirkungen besprechen wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Aufklärungsgespräch.



