Gebärmutterentfernung durch Bauchspiegelung

(pelviskopische Hysterektomie)

  • komplette Gebärmutterentfernung
    (das heißt, Gebärmutterkörper und Gebärmutterhals werden entfernt) oder
  • teilweise Gebärmutterentfernung
    (das heißt, Gebärmutterhals wird erhalten = supravervikale Hysterektomie)

Beide Operationsmethoden erfolgen minimal invasiv über die Bauchspiegelung. Die komplette Gebärmutterentfernung ist in ihrer modernen Technik von Professor Dr. med. M. Hohl im Kantonsspital Baden, CH, entwickelt worden.

Die Methode der suprazervikalen Gebärmutterentfernung (also mit Erhalt des Gebärmutterhalses) geht auf Professor Dr. med. K. Semm / Kiel zurück.

Vorteile

Suprazeverikale Hysterektomie           

Komplette Hysterektomie

  • technisch einfach durchführbar
  • keine Narben am Scheidenende
  • geringe Wundheilungsstörungen
  • Erhalt von wichtigen Beckenbändern
  • keine Blutungen mehr
  • keine Gefahr eines Scheidenmutterhalskrebses
    mehr am Scheidenende

Nachteile

Suprazeverikale Hysterektomie           

Komplette Hysterektomie

  • Geringgradige zyklische Blutungen möglich
  • Wundheilungsstörungen am Scheidenende möglich

Ob nun bei Ihnen die eine oder die andere OP-Methode sinnvoll ist, wird in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen geklärt. Allgemein kann man sagen, dass die minimal-invasive Gebärmutterentfernung unter Erhalt des Gebärmutterhalses bei den meisten Frauen durchführbar ist.

Wir haben seit 1992 große Erfahrungen in der minimal-invasiven Entfernung der Gebärmutter (pelviskopische Hysterektomie und pelviskopische suprazervikale Hysterektomie). Pro Jahr führen wir jetzt über 400 minimal-invasive Operationen zur Gebärmutterentfernung durch und können bisher über 4500 erfolgreich verlaufende Operationen überblicken. Damit bieten wir Ihnen ein Höchstmaß an Sicherheit und Erfahrung für diesen Eingriff.
 
Wir verwenden für diese Operation sogenannte "Einmal-Instrumente", dass heißt, sie werden nur für Ihre Operation gebraucht und dann nicht mehr. Für die wichtigsten Operationsschritte benutzen wir das System "Gyrus Plasmakinetic Generator", ein System, das während der Gewebsverödung (= bipolaren Koagulation) den Gewebewiderstand misst und den Vorgang beendet, sobald das Gewebe genügend blutleer ist. Auf diese Weise werden größere Zonen toten Gewebes vermieden, wie es sonst bei der bipolaren Koagulation üblich ist. Dadurch ist auch die Anfälligkeit für Verwachsungen und Infektionen deutlich reduziert. Mit Hilfe dieser Technik wird der Gebärmutterkörper vom Gebärmutterhals elektrochirurgisch abgetrennt, und mit einem Morcellator verkleinert und durch einen kleinen Einstich in der Bauchdecke minimal-invasiv entfernt . Bei der kompletten Hysterektomie kann der Gebärmutterkörper zusammen mit dem Gebärmutterhals entweder durch die Scheide oder auch durch einen kleinen Einstich in der Bauchdecke nach Verkleinerung entfernt werden.

Auch eine sehr große Gebärmutter kann mit dieser minimal-invasiven Technik ohne Bauchschnitt entfernt werden. Die größte Gebärmutter, die wir so entfernt haben, wog 1670 Gramm und reichte bis 2 cm über den Nabel!
 
Die Vorteile beider Techniken gegenüber der Operation durch Bauchschnitt oder durch die Scheide sind überzeugend!
Klicken Sie hier, um sich von den Vorteilen selbst zu überzeugen.