Die internistische Intensivstation

Frau Dr. Niehaus überwacht den Monitor am Bett eines Patienten in der Internistischen Intensivstation.Klicken um Bild zu vergrößern

Die internistische Intensivstation verfügt über 13 Betten und wurde 2006 komplett renoviert. Hier werden entsprechend den internistischen Schwerpunkten Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden kardiologischen, gastroenterologischen, nephrologischen und pneumologischen, aber auch neurologischen und allgemein-internistischen Erkrankungen betreut.

Intensivmedizinische Verfahren:

  • differenzierte nicht-invasive und invasive Beatmungstherapie einschließlich der regelmäßigen Durchführung einer Bettseitigen perkutanen Dilatationstracheotomie bei Langzeitbeatmungen oder schwierigen Entwöhnungen
  • bei Bedarf stehen Spezialbetten für die kinetische Therapie zur Verfügung
  • hämodynamisches Monitoring mittels transpulmonaler Thermodilutionsmessung und kontinuierlicher Pulskonturanalyse (Picco-System) an allen Bettplätzen möglich
  • neuroprotektive Hypothermie-Behandlung nach kardiopulmonaler Reanimation
  • intra-aortale Ballongegenpulsation (IABP) für Patienten nach komplexen Katheter-gestützten Interventionen im Herzkatheter-Labor und/oder im kardiogenen Schock
  • transösophageale Echokardiographie mit eigenem Gerät und Sonde bei von transthorakal nicht beurteilbaren Patienten
  • Anlage von passageren Herzschrittmachern bei Patienten mit symptomatischen Bradykardien und Durchführung von auch elektiven elektrischen Kardioversionen
  • Sämtliche gängigen Nierenersatztherapien wie CVVH, CVVHD, intermittierende Hämodialyse, Plasmaseparation

Technische Ausstattung

Alle Intensivbettenplätze sind standardisiert ausgerüstet, wobei acht Beatmungsplätze vorhanden sind. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer nicht-invasiven Beatmung für zwei weitere Plätze, so dass insgesamt bei zehn Patienten eine Beatmungstherapie durchgeführt werden kann.
Ein zusätzlicher Schockraum ermöglicht sowohl die schnelle Versorgung von akut vital bedrohten Patienten als auch die Durchführung spezieller Eingriffe, wie z.B. die Anlage passagerer Schrittmacher unter Röntgendurchleuchtung (C-Bogen).
Ein Kernstück der Ausstattung besteht aus einem modernen computergestützten Patienten-Daten-Management-System (Metavision). Dieses ermöglicht eine lückenlose Dokumentation von Krankheitsverlauf- und therapie sowohl für die ärztlichen als auch für die pflegerischen Aufgaben. Die Steuerung und Überwachung der Therapie sowie die immer komplexer werdenden Leistungserfassungen und Rückmeldungen an die Kostenträger werden dadurch deutlich vereinfacht. Die Einhaltung von Standards und Leitlinien wird durch die Hinterlegung im System garantiert.

Personelle Ausstattung:

Durch die Umsetzung europäischer Arbeitszeitrichtlinien erfolgt die Patientenversorgung auch im ärztlichen Bereich konsequent in drei bzw. zwei täglichen Schichten. An sieben Tagen in der Woche und 24 Stunden/Tag gewährleisten wir durchgehend eine qualifizierte ärztliche Versorgung.Neben dem Chefarzt und dem Oberarzt besitzen zwei weitere Fachärztinnen der Klinik die Zusatzbezeichnung „Intensivmedizin“. Chefarzt Dr. med. Eduard Holz besitzt zudem die volle Weiterbildungsberechtigung (24 Monate) für diese Zusatzbezeichnung.

Räumliche Ausstattung:

Die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten findet in großzügigen Ein-, maximal Zweibettzimmern statt. Die Gestaltung der Räume sowie der gesamten Station erfolgte mit Unterstützung eines modernen Raum-, Farben- und Formen-Konzeptes. Dieses hat zum Ziel, den Patienten und Angehörigen Ängste und Stress zu nehmen und auch dem Personal ein ergonomisch günstiges Umfeld zu bieten.

Notrufsystem innerhalb des Hospitals

Von der Internistischen Intensivstation aus wird das Notrufsystem innerhalb des Krankenhauses bedient. Ein mit einem Defibrillator ausgestattetes Reanimationsteam kommt nach Alarmierung durch ein gesondertes Telefon innerhalb des Krankenhauses zum Einsatz. Die Effektivität der Maßnahmen wird unter anderem durch ein Reanimationsprotokoll überprüft.
Unter Leitung des Chef- bzw. Oberarztes finden dafür monatliche Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt, in denen Basis- und erweiterte Reanimationsmaßnahmen geschult werden.

Aus-, Fort- und Weiterbildung:

Zweimal jährlich findet eine große Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Intensivmedizin" statt. Zusätzlich erfolgen, im Rahmen der innerbetrieblichen Fortbildung (IbF), mehrtägige Beatmungsseminare für die Ärztinnen, Ärzte und Pflegenden. Die Kosten dafür werden vom Krankenhausträger übernommen.