Knochenerkrankungen

Dr. Matheja diagostiziert an einem Monitor ein Untersuchungsergebniss zusammen mit Oberarzt Martin Fuchs.Klicken um Bild zu vergrößern

Die Nuklearmedizin bietet für die Orthopädie, Chirurgie, Tumormedizin und Rheumatologie eine Reihe hoch empfindlicher diagnostischer Verfahren. Im Verlauf einer Tumorerkrankung gibt es verschiedene Stadien, in denen eine entsprechende Art der Szintigraphie eingesetzt werden sollte. Das Besondere der Szintigraphien ist die Möglichkeit den ganzen Körper in einer einzigen Untersuchung zu erfassen ohne die Strahlenexposition des Patienten mit jeder Zusatzaufnahme zu erhöhen.
Ein der wichtigsten Verfahren ist die Knochen-Szintigraphie. Diese Untersuchung wird bei:

  • Tumoren, unerkannten Knochenbrüchen (Frakturen)
  • Knochen- (Osteomyelitis) oder Gelenkentzündungen (Arthritis)
  • Prothesenlockerungen (Hüfte und Knie), unklaren Knochen- und Gelenkschmerzen

eingesetzt. Nach einer Injektion von 1-2 ml einer radioaktiven Verbindung werden nach ca. 3 Stunden Ganzkörperaufnahmen von ca. 30 Minuten Dauer durchgeführt (Allergien oder Nebenwirkungen sind praktisch ausgeschlossen).
In der Zwischenzeit können sich die Patienten frei bewegen, ganz normal essen und sollten lediglich viel trinken (ca. 0,5 - 1 Liter). Bei manchen Beschwerden oder Erkrankungen werden bereits während der Injektion sogenannte Frühaufnahmen angefertigt (Dauer ca. 5-10 Minuten). Bei speziellen Fragestellungen kann die Knochen-Szintigraphie gleichzeitig Informationen über die Erfolgsaussichten einer möglichen (nuklearmedizinischen) Therapie geben. So ist z.B. der Befund der Skelettszintigraphie als Indikator für eine mögliche Schmerztherapie bei Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese) oder Knochenmetastasen zu verwenden.