Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die Herzszintigraphie (Myokard-SPECT) erlaubt eine koronare Herzkrankheit mit einer Sicherheit von etwa 90% auszuschließen oder ein gefährdetes Herzareal nachzuweisen. In der Regel wird diese Untersuchung mit einem Belastungs-EKG kombiniert, damit eine reduzierte Perfusionsreserve des Herzmuskels erkannt werden kann. Patienten, die z.B. wegen Gelenkerkrankungen oder anderer Leiden nicht körperlich belastbar sind (Fahrrad-Ergometer), können alternativ mit einem gefäßerweiternden Medikament untersucht werden.
Die Untersuchung umfasst in der Regel zwei kurze Messungen (10-20 min.). Die Patienten können bereits im Anschluss an das Belastungs-EKG (Dauer etwa 15 min., meistens morgens) frühstücken und ihre Medikamente einnehmen (wichtig für Diabetiker).
Die Geräte der neuesten Generation erlauben eine gleichzeitige Messung der Durchblutung, der Narbenausdehnung nach Infarkt und der Pumpfunktion in einer Untersuchung ohne zusätzlichen Zeitaufwand und ohne Erhöhung der bereits sehr niedrigen Strahlenexposition. Durch die vielfältigen Informationen aus einer Myokard-SPECT kann die Therapieplanung entsprechend gestaltet werden. Während ein unauffälliger Befund eine Herzkatheter-Untersuchung vorerst erübrigt, muss im Fall einer Durchblutungsstörung eine weitere Abklärung und Behandlung z.B. mit Hilfe einer Ballon-Aufdehnung eines Gefäßes (PTCA) oder mittels einer Bypass-Operation erfolgen.