Department für interventionelle Elektrophysiologie

Dr. med. Christian Reiner

Leiter des Departments für Interventionelle Elektrophysiologie

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
DGK-zertifiziert für „invasive Elektrophysiologie“, „aktive Herzrhythmusimplantate“ und „interventionelle Kardiologie“

Telefon: 0251-935-4400
Telefax: 0251-935-4468

Mail: christian.reiner(at)sfh-muenster.de

Dr. med. Jürgen Biermann

Stellv. Leiter Department Elektrophysiologie

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie, interventionelle Kardiologie (DGK)
Notfallmedizin
Spezielle Rhythmologie, Invasive Elektrophysiologie und Aktive Herzrhythmusimplantate (DGK)

Telefon: 0251 935-4400
Telefax: 0251 935-4468

E-Mail: juergen.biermann(at)sfh-muenster.de

 

 

Dr. med. Andrey Rozhnev

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie, interventionelle Kardiologie (DGK)

Telefon: 0251 935-3904
Telefax: 0251 935-4089

E-Mail: andrey.rozhnev(at)sfh-muenster.de

Dr. med. Jan Lübbesmeyer

Weiterbildungsassistent Elektrophysiologie

E-Mail: jan.luebbesmeyer(at)sfh-muenster.de

 

 

Herzrhythmus-Ambulanz

Zur Terminabsprache melden Sie sich bitte unter:

Tel.: 0251-935-4400

Elektrophysiologie / Device-Therapie

Die Elektrophysiologie beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung von Störungen des Herzschlages. Jeder normalen Herzkontraktion geht ein elektrischer Impuls des sogenannten Sinusknoten voraus, der über das  spezifische Reizleitungssystem des Herzens im gesamten Herzmuskel verteilt wird. Abweichungen vom normalen Pulsverhalten werden als Herzrhythmusstörungen/HRST bezeichnet.

Herzrhythmusstörungen können angeboren (z.B. das WPW-Syndrom, das Long-QT-Syndrom oder das Brugada-Syndrom) oder  erworben sein (z.B. durch Bluthochdruck, eine koronare Herzkrankheit, Herzklappenfehler), sie können mit Herzmuskelerkrankungen (z.B. bei HOCM/ARVC) vergesellschaftet sein, durch Stoffwechselstörungen (Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes mellitus, Elektrolytstörungen) oder durch Medikamente ausgelöst werden.

Man unterscheidet bradykarde Herzrhythmusstörungen (Pulsschlag dauerhaft oder phasenweise zu langsam, <50-60 Schläge/min) von  tachykarden Herzrhythmusstörungen (zu schneller Pulsschlag/Herzrasen; >100 Schläge/min). Typische Symptome der tachykarden  HRST sind ein Herzrasen oder –stolpern begleitet von Angstgefühlen, Leistungsschwäche, Brustschmerzen, Luftnot oder Schwindel bis hin zur  Bewusstlosigkeit.

Während bradykarde HRST meist durch eine Herzschrittmacherimplantation behandelt werden, ist zur Klärung tachykarder HRST oft eine elektrophysiologische Untersuchung indiziert. Je nach Ursprungsort der  Tachykardien kommen verschiedene Therapieansätze zum Einsatz wie spezifische Medikamente, eine ICD-Defibrillatorimplantation oder eine Ablationstherapie.

Die Elektrophysiologie ist zu einem großen Teilgebiet der Kardiologie geworden. Sie wird am St. Franziskus-Hospital seit 2014 angeboten und durch Dr. Reiner und Dr. Biermann vertreten. Neben der Ablation der  klassischen HRST wie der AVNRT, dem WPW-Syndrom und dem Vorhofflattern  ist ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung die Ablation von Vorhofflimmern mittels Pulmonalvenenisolation,  zunehmend aber auch die Ablation Hauptkammertachykardien. Dazu steht seit April 2015 ein 3-dimensionales Mappingsystem der neuesten Generation  zur Verfügung. Bei komplexen Ablationen werden zur besseren Therapieplanung in der radiologischen Klinik vorab CT- oder MRT-Untersuchungen des Herzens durchgeführt, die in das Mappingsytem integriert werden. Neben den Ablationen wird die Implantation von Verschlusssystemen des Vorhofohrs (LAA-Occluder) mit hoher Expertise durchgeführt.

Im Bereich der Devicetherapie werden neben den herkömmlichen Herzschrittmachern und ICD/Defibrillatoren auch der subkutane ICD und spezielle Systeme zur Therapie einer  Herzschwäche (CRT/kardiale Resynchronisationstherapie) implantiert.

Elektrophysiologie

Device-Therapie