Informationen zur Evakuierung

Sechs Verdachtspunkte an drei Plätzen (Grafik: Stadt Münster)
Karte vom Evakuierungsbereich
Evakuierungsbereich (Karte: Stadt Münster)

Aktualisierung 20.09.2020, 13.00 Uhr: Die Entschärfung wurde erfolgreich beendet und alle Sperrungen sind aufgehoben. 
Die Zentrale Notaufnahme ist für fußläufige Notfall-Patienten ab jetzt wieder geöffnet. Rettungswagen werden die ZNA ab 19.00 Uhr wieder anfahren.
Der Kreißsaal ist ab 16.00 Uhr wieder geöffnet. 

Aktualisierung 18.09.2020, 15.00 Uhr: Aktuell sind keine externen Verlegungen in das Herz-Jesu-Krankenhaus notwendig. Alle Patientinnen und Patienten können zum jetzigen Planungsstand auf den sicheren Stationen versorgt werden. 

Am Sonntag, 20.09.2020 wird eine der größten Evakuierungen der Nachkriegszeit auf die Stadt Münster zukommen. Hintergrund ist die Freilegung und Überprüfung von sechs Kampfmittelverdachtspunkten im Stadteil St. Mauritz. Neben 14.000 Anwohnern ist hiervon auch das St. Franziskus-Hospital betroffen. Für die Vorbereitungen wurde ein Klinik-Krisenstab eingerichtet, der sich eng mit dem Krisenstab der Stadt Münster abstimmt. Die Patientensicherheit und der Schutz der Mitarbeitenden haben dabei oberste Priorität.

Nach einer detaillierten Risikobewertung und Sicherheitsanalyse durch einen Gutachter wurden sichere Bereiche des Krankenhauses festgelegt. Demnach muss nur ein Teil des Hospitals geräumt werden und vielen Patienten kann eine Evakuierung erspart bleiben. So muss unter anderem die Erwachsenen-Intensivstation nicht geräumt werden. Mit einer entsprechenden OP-Planung wird dafür gesorgt, dass möglichst viele Patienten in den Tagen vor der Evakuierung entlassen werden können.
Aktuell laufen die Planungen für eine Verlegung von maximal 20 Patientinnen und Patienten. Damit wird am Samstag vor der Viertel-Evakuierung begonnen. Das Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup, eine Einrichtung der St. Franziskus-Stiftung, wird diese Patienten aufnehmen und dort werden sie durch die Mitarbeitenden des St. Franziskus-Hospitals versorgt. Die Rückverlegungen beginnen direkt nach der Entschärfung der Kampfmittel am Sonntag.

 

Für Externe ergeben sich folgende Auswirkungen:

  • Die Zentrale Notaufnahme des Hospitals wird ab Freitag, 18. September 2020 18 Uhr, nicht mehr vom Rettungsdienst angefahren. Auch die pädiatrische Notaufnahme der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Entschärfungsmaßnahme geschlossen.
  • Der Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung steht am 19. und 20. September 2020 nur in der Raphaelsklinik zur Verfügung.
  • Schwangere können bis einschließlich Donnerstag, 17. September 2020 stationär im St. Franziskus-Hospital entbinden. Ambulante Geburten sind auch noch am Freitag, 18. September 2020 möglich.
  • Besuche sind am Evakuierungstag ausgeschlossen. Sie sind vorrausichtlich ab Montagnachmittag wieder möglich
    (Änderungen vorbehalten).

Weitere Informationen und häufige Fragen und Antworten zur Evakuierung finden Sie auf der Internetseite der Stadt Münster.