Myom-Sprechstunde

Sehr geehrte Patientin,

die Untersuchung bei Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt hat ergeben, dass Sie Muskelknoten der Gebärmutter (Myome) haben, die bei Ihnen Beschwerden verursachen.
In unserer speziellen Myom-Sprechstunde erstellen wir mit Ihnen gemeinsam ein individuelles Behandlungskonzept.

Wir bieten verschiedene moderne Diagnose-Verfahren an, um das Myom zu lokalisieren und die Größe und Anzahl zu bestimmen. Im Anschluss besprechen wir mit Ihnen die geeignetste und schonendste Therapie. Hierbei berücksichtigen wir Ihre Familienplanung und erläutern Ihnen alle Möglichkeiten, die für Sie in Frage kommen.  

Dienstag 14 - 16 Uhr

Terminvereinbarung unter 0251 935-3917


Unterlagen für die Sprechstunde

Für die Abklärung einer Krankenhausbehandlung in unserer Sprechstunde, die durch
Ihren behandelnden Haus- oder Facharzt veranlasst worden ist, bringen Sie bitte folgende
Unterlagen mit:

Bitte bringen Sie mit:

  • Krankenversicherungskarte (eGK und/oder ClinicCard); ansonsten Ausweisdokument
  • "Verordnung von Krankenhausbehandlung" (= Einweisung) von Ihrem Haus- bzw. Facharzt
  • Befunde vom Haus- oder Facharzt (z.B. Arztbriefe, Röntgenbilder, Laborbefunde...)
  • Medikamentenplan


Im Notfall kommen Sie bitte direkt in unsere Zentrale Notaufnahme, bzw. wählen den Notruf -112.

Was sind Myome?

Grafik Myome

Myome sind Muskelknoten der Gebärmutter. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore des weiblichen Beckens und können vereinzelt oder in größerer Anzahl in der Gebärmutter vorkommen. Bis zu 80 Prozent aller Frauen entwickeln Myome bis zu ihrem 50. Lebensjahr. Sie wachsen durch den Einfluss bestimmter Hormone und gehen meist nach der Menopause zurück. Je nach Lage der Myome können verschiedene Symptome auftreten. Man unterscheidet:

  • submuköse Myome (unter der Gebärmutterschleimhaut)
  • intramurale Myome (in der Gebärmutterwand liegend)
  • subseröse Myome (der Gebärmutter außen aufliegend)

Symptome

Symptome treten in der Regel im gebärfähigen Alter auf. Dazu zählen:

  • starke oder verlängerte Blutungen, Blutarmut
  • Regelbeschwerden, Schmerzen, Druck- sowie Fremdkörpergefühl
  • Stuhlverstopfung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Probleme beim Wasserlassen: Schmerzen, häufiges Wasserlassen, Inkontinenz
  • verminderte Fruchtbarkeit, Fehlgeburten

Therapie von Myomen

Es gibt unterschiedliche medikamentöse, operative und nicht operative Möglichkeiten, um die Symptome des Myoms zu lindern oder es ganz zu entfernen. Die Größe und Lage des Myoms, die Art Ihrer Beschwerden, Ihr Alter und Ihre Familienplanung sind entscheidend für die Wahl des geeigneten Verfahrens. Die folgende Übersicht dient nur zur Orientierung – wir besprechen alle Möglichkeiten ausführlich mit Ihnen in unserer Sprechstunde.

Hormonelle Myom-Therapie

Damit ist es möglich, das Wachstum der Myome zu unterbrechen und sie im Idealfall zu verkleinern. In der Regel werden die Symptome dadurch gelindert. Hormonelle Medikamente werden zudem bei großen oder schwer zugänglichen Myomen zur Vorbereitung eines chirurgischen Eingriffs eingesetzt.

Myomenukleation

Mit diesem Eingriff werden die Myome per Bauchspiegelung oder Bauchschnitt entfernt. Die Gebärmutter wird dabei erhalten, sodass es für Frauen geeignet ist, deren Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist.

Hysteroskopische Myomabtragung

Entfernung der Muskelknoten mittels Gebärmutterspiegelung. Diese Operationstechnik wird bei Myomen angewandt, die sich direkt unter der Gebärmutterschleimhaut befinden.

Hysteroskopische Myomabtragung in Kombination mit Endometriumablation (Entfernung der Gebärmutterschleimhaut)

Bei dieser Operationstechnik wird die Gebärmutterschleimhaut verschorft und das Myom im selben Eingriff aus der Gebärmutterhöhle abgetragen.

Hysterektomie (Gebärmutterentfernung)

Die Gebärmutter wird komplett oder teilweise herausgenommen. Das ist minimal-invasiv per Bauchspiegelung oder durch die Scheide möglich. Ein Leibschnitt wird nur noch sehr selten nötig.

Myomembolisation

Dieses minimal-invasive radiologische Verfahren wird in Kooperation mit den Gefäßchirurgen durchgeführt. Entlang der Gefäße wird ein Plastikschlauch (Katheter) unter Röntgenkontrolle bis zu dem Muskelknoten geführt. Anschließend werden kleine Partikel durch den Schlauch gegeben, um die Blutzufuhr zum Myom zu unterbinden.