Aufenthalt in der Notaufnahme

Anmeldung

Bei Ankunft in der Zentralen Notaufnahme werden Sie in unserem EDV-System angemeldet. Bitte halten Sie dafür Ihre Einweisung/Überweisung und Ihre Krankenkassenkarte bereit. Wenn verfügbar, ist es sehr hilfreich, wenn Sie frühere Arztbriefe oder Befunde mitbringen.

Unmittelbar nach der Anmeldung erfolgt die notfallpflegerische Ersteinschätzung der Behandlungsdringlichkeit, es wird Ihnen ein Behandlungsplatz zugewiesen oder Sie werden gebeten, im Warteraum Platz zu nehmen.

Patienten des Rettungsdienstes bzw. mit dringenden und bedrohlichen Erkrankungen bekommen sofort einen Behandlungsplatz und die Anmeldung erfolgt anschließend.


Ersteinschätzung

Grundsätzlich werden alle Patienten, die in die Zentrale Notaufnahme des St. Franzskus-Hospitals Münster kommen, durch ein fest zugeordnetes Teammitglied im Rahmen eines Erstkontaktes untersucht.

Anhand der Symptome und Vitalwerte (z.B. Blutdruck, Atmung, etc.) erfolgt eine standardisierte Ersteinschätzung („Manchester Triage System“). Hieraus ergibt sich die medizinisch notwendige Dringlichkeit der weiteren Behandlung und die Behandlungsreihenfolge.

So sollen dringliche Probleme frühzeitig erkannt, Abläufe verbessert, Wartezeiten verkürzt und die Patientensicherheit und -zufriedenheit erhöht werden. Patienten mit hoher Dringlichkeit müssen vorrangig behandelt werden, Patienten mit geringerer Behandlungsdringlichkeit müssen bis zum ersten Arztkontakt eventuell länger warten. Die Behandlungsreihenfolge der Patienten richtet sich daher nicht nach dem Eintreffen in der Zentralen Notaufnahme, sondern nach der Dringlichkeit der Erkrankung.!

Stellt sich bereits im Rahmen der Ersteinschätzung heraus, dass die weitere Behandlung beim niedergelassenen Arzt sinnvoll ist, wird Ihnen eine entsprechend ambulante Behandlung empfohlen und Sie können die Notaufnahme wieder verlassen.

Krankengeschichte und Erstuntersuchung

Bereits vor dem ersten Arztkontakt wird häufig Blut für Labortests entnommen und ein EKG aufgezeichnet. Hierdurch kann Zeit eingespart werden, da wichtige Befunde frühzeitig vorliegen.

Sobald Ihnen ein Behandlungsplatz zugewiesen wird, erfolgt je nach Schwere der Erkrankung der Anschluss an einen Überwachungsmonitor. Es folgen die ärztliche Befragung und Untersuchung und falls notwendig weitere Untersuchungen, z.B. Ultraschall oder Röntgen.

Wir informieren Sie stets über alle Schritte und Maßnahmen. Sind die weiterführenden Untersuchungen abgeschlossen und liegen alle Laborwerte vor, erfolgt die Besprechung des weiteren Vorgehens.

Ende des Aufenthaltes

Je nach Schwere der Erkrankung bzw. Verletzung wird Ihnen ärztlich eine stationäre Weiterbehandlung empfohlen, so dass die stationäre Aufnahme direkt von der Zentralen Notaufnahme in eine Abteilung des St. Franziskus-Hospitals erfolgt.

Sollte die Erkrankung eine ambulante Weiterbehandlung ermöglichen oder ist keine weitere Behandlung notwendig, so erfolgt nach dem Abschlussgespräch Ihre Entlassung nach Hause. Alle Patienten erhalten für ihren ambulant weiterbehandelnden Hausarzt oder Facharzt die Untersuchungsergebnisse und einen schriftlichen Befund.

Wartezeiten 

Alle Menschen mit akuten Beschwerden sind in Sorge um ihre Gesundheit und möchten, dass Ihnen möglichst schnell geholfen wird. Vor diesem Hintergrund werden lange Wartezeiten in unserer Zentralen Notaufnahme oft als sehr belastend empfunden.

Wartezeiten sind jedoch bei der Versorgung in einer Notaufnahme eines Akutkrankenhauses unvermeidbar. Täglich stellen sich weit mehr als 150 Notfallpatienten in unserer Zentralen Notaufnahme vor und stets müssen mehrere Notfallpatienten parallel versorgt werden. Daher sind wir gezwungen, die Behandlungsdringlichkeit und -reihenfolge vorranig nach medizinischen Gesichtspunkten festzulegen. Das jeweilige Beschwerdebild wird durch unsere geschulten Mitarbeiter in einer sog. Ersteinschätzung einer von fünf Dringlichkeitsstufen zugeordnet (sog. „Triage“). Je nach Beschwerdebild erfolgen hier häufig schon die Abnahme von Blutproben und/oder die Erstbehandlung von Symptomen. Schwer- und lebensbedrohlich erkranke Patienten werden selbstverständlich mit höchster Priorität behandelt. Viele kritisch kranke Notfall-Patienten werden durch die (aus dem Wartebereich nicht einsehbare) Liegendanfahrt eingeliefert und direkt in einen Behandlungsraum geleitet.

Nach der Ersteinschätzung erfolgt entsprechend der Behandlungsdringlichkeit und des gesamten Patientenaufkommens die ärztliche Untersuchung durch die jeweils fachlich zuständigen Dienstärzte mit Festlegung der erforderlichen weiteren Diagnostik und Therapie.

Schließlich nimmt die Auswertung von Untersuchungen, wie etwa Labor- oder Röntgenuntersuchungen, zusätzliche Zeit in Anspruch. Darüber hinaus wird ein Teil unserer Notfallpatienten bzw. deren Befunde je nach Fragestellung weiteren Spezialisten aus dem Hause vorgestellt.

Während im ambulanten Sektor die Einholung von Befunden und Expertenmeinungen oft Tage bis Wochen dauert, stehen in der Zentralen Notaufnahme alle Befunde und Expertenmeinungen noch am selben Tag zur Verfügung. Abhängig vom aktuellen Patientenaufkommen und/oder der Versorgung schwerstkranker Patienten kann es jedoch zu Gesamtbehandlungszeiten von einigen Stunden kommen.

Das gesamte Team der Zentralen Notaufnahme bittet mit diesen Erläuterungen bei unseren Notfallpatienten und deren Angehörigen um Verständnis.