Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Notfallmedizin

St. Franziskus-Hospital Münster

Operative Intensivmedizin

Die operative Intensivmedizin ist ein zentraler Bestandteil unserer Klinik. Wir betreuen Patient:innen nach großen operativen Eingriffen sowie bei schweren akuten Erkrankungen mit modernster Medizin, klaren Strukturen und einem hohen Maß an interprofessioneller Zusammenarbeit.

Unsere Intensivstation verfügt aktuell über zwölf Intensivbetten mit der Option, bei hoher Auslastung auf bis zu 15 Betten zu erweitern. Pro Jahr versorgen wir etwa 1.500 intensivmedizinische Patient:innen. 
Ziel unserer Arbeit ist eine sichere Stabilisierung, frühzeitige Erholung und eine strukturierte Weiterbehandlung.

Interprofessionelle Zusammenarbeit

Intensivmedizin ist Teamarbeit. Ärzte und Ärztinnen, Pflegefachpersonen, Physiotherapie, Atemtherapie und weitere Berufsgruppen arbeiten eng zusammen. Regelmäßige interprofessionelle Visiten und strukturierte Übergaben sichern Qualität und Kontinuität.

Moderne intensivmedizinische Verfahren

Wir setzen moderne, leitliniengerechte intensivmedizinische Verfahren ein – immer angepasst an die individuelle Situation der Patient:innen. Dazu gehören unter anderem differenzierte Beatmungsstrategien, Kreislauftherapien sowie eine enge Überwachung aller Organfunktionen und wenn notwendig auch entsprechende Organersatzverfahren.

Frühe Mobilisation & Early Recovery

Auch auf der Intensivstation verfolgen wir das Prinzip der frühen Mobilisation. In enger Abstimmung mit Pflegefachpersonen und Physiotherapie beginnen wir – wenn möglich – frühzeitig mit aktiver oder assistierter Bewegung. Das unterstützt die Erholung und kann die Dauer des Intensivaufenthalts verkürzen.

Medical Emergency Team (MET) & Intensive Care Outreach

Das Medical Emergency Team (MET) und das Medical-Outreach-Konzept sind organisatorisch der operativen Intensivmedizin zugeordnet. Beide Strukturen zielen darauf ab, kritische Krankheitsverläufe frühzeitig zu erkennen und Patient:innensicherheit über die Grenzen der Intensivstation hinaus zu gewährleisten.
Das MET wird bei akuten klinischen Verschlechterungen von Patient:innen außerhalb der Intensivstation alarmiert. Ziel ist die rasche Stabilisierung, die strukturierte Entscheidungsfindung und – wenn erforderlich – die gezielte Vorbereitung einer Intensivverlegung.
Das Medical-Outreach-Team begleitet darüber hinaus Patient:innen nach Verlegung von der Intensivstation auf periphere Stationen. Im Rahmen dieses Follow-ups werden klinischer Verlauf, Therapieziele und Vitalparameter überprüft und die Stationsteams beratend unterstützt.

Perioperative Altersmedizin auf der Intensivstation

Ältere Patient:innen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Konzepte der perioperativen Altersmedizin spielen daher auch auf der Intensivstation eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Komplikationen wie ein Delir frühzeitig zu erkennen oder zu vermeiden und Orientierung, Schlaf-Wach-Rhythmus sowie Mobilität zu fördern. Soe spielt z.B. ein innovatives Lichtkonzept auf unserer Intensivstation eine wichtige Rolle in der Delir-Prävention und trägt zu einem heilungsfördernden Umfeld und einer schnelleren Genesung der Patient:innen bei.

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Nachsorge & Post-Intensiv-Syndrom (PICS)

Nach einem längeren Intensivaufenthalt kann es in der Erholungsphase zu anhaltenden Beschwerden kommen – zum Beispiel Erschöpfung, Schlafstörungen, Muskelschwäche, Konzentrationsproblemen oder belastenden Erinnerungen. Diese Symptome werden häufig unter dem Begriff Post-Intensiv-Syndrom (PICS) zusammengefasst. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen dazu Fragen haben, unterstützen wir Sie mit einer strukturierten Nachsorge und der richtigen Ansprechstelle.

Pflege & spezialisierte Therapien

Die Pflege ist ein zentraler Pfeiler unserer Intensivmedizin. Unser Team wird ergänzt durch spezialisierte Pflegeexpert:innen, Beatmungstherapeut:innen, Ernährungstherapeut:innen sowie Konzepte der Advanced Nursing Practice (ANP). Kinästhetik und aktivierende Pflege sind feste Bestandteile des Alltags und unterstützen Mobilisation, Schonung von Ressourcen und die Selbstständigkeit der Patient:innen.

Weiterbildung & Personalaustausch

Die interdisziplinäre Struktur ist auch Grundlage unserer Weiterbildungsarbeit. Es besteht ein enger Personalaustausch in der Facharztweiterbildung, in der Zusatzweiterbildung Intensivmedizin sowie im Bereich der Innerklinischen Akut- und Notfallmedizin. So fördern wir breites intensivmedizinisches Know-how und gegenseitiges Verständnis der Fachdisziplinen.

Interdisziplinäre Intensivstation & Zusammenarbeit

Unsere Intensivstation wird interdisziplinär betrieben. Patient:innen aus operativen und internistischen Fachbereichen werden gemeinsam betreut im Sinne einer gemischten Belegung. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Akut-, Notfall- und Intensivmedizin. Gemeinsame Behandlungsstandards, regelmäßiger fachlicher Austausch und abgestimmte Prozesse sichern eine einheitliche, qualitativ hochwertige Versorgung.

Antibiotic Stewardship (ABS)

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Antibiotic Stewardship (ABS) in enger Verzahnung mit einem Intensive-Care-Outreach-Konzept. Ziel ist der verantwortungsvolle, indikationsgerechte Einsatz von Antibiotika sowie die frühzeitige intensivmedizinische Mitbeurteilung kritisch erkrankter Patient:innen außerhalb der Intensivstation. So tragen wir zur Patient:innensicherheit, zur Vermeidung von Resistenzen und zu einer frühzeitigen Stabilisierung bei.

Organspende & Transplantationsmedizin

Die Transplantationsbeauftragten des St. Franziskus-Hospitals sind auf unserer Intensivstation verankert. Sie koordinieren und begleiten das sensible Thema der Organspende - Angefangen bei der Evaluation von potentiellen Organspender:innen auf der Intensivstation über den fachgerechten Nachweis des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls bis hin zur Begleitung des gesamten Organspendeprozesses in enger Kooperation mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), in enger Abstimmung mit Angehörigen und mit allen beteiligten Fachdisziplinen. Dabei stehen eine strukturierte Organisation, transparente Abläufe sowie eine wertschätzende Kommunikation mit Angehörigen im Mittelpunkt.

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Angehörigenfreundliche Intensivstation


Wir verstehen Intensivmedizin nicht nur als Behandlung der Patient:innen, sondern auch als Begleitung der Angehörigen. Unsere Intensivstation ist daher bewusst angehörigenfreundlich gestaltet. Dazu gehören eine offene, transparente Kommunikation, individuelle Besuchsmöglichkeiten und soweit medizinisch vertretbar – der Verzicht auf starre Besuchszeiten. Dieses Konzept orientiert sich an etablierten Empfehlungen für eine angehörigenfreundliche Intensivstation.

Moderne Lichttherapie unterstützt die Genesung

Ein innovatives Lichtkonzept auf unserer Intensivstation spielt eine wichtige Rolle in der Delir-Prävention und trägt zu einem heilungsfördernden Umfeld und einer schnelleren Genesung der Patient:innen bei.