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Klinik für Nuklearmedizin

St. Franziskus-Hospital Münster

Knochenerkrankungen

Wir nutzen moderne nuklearmedizinische Verfahren, um Veränderungen an Knochen und Gelenken frühzeitig zu erkennen und gezielt abzuklären. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Knochenszintigraphie. Sie macht Stoffwechselveränderungen im Skelett sichtbar und kann so Hinweise liefern, die in anderen Untersuchungen nicht immer früh erkennbar sind.

Knochenszintigraphie
Den ganzen Körper im Blick

Eine Knochenszintigraphie kann bei unterschiedlichen Fragestellungen eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Tumorerkrankungen, unklare oder nicht erkannte Knochenbrüche, Knochenentzündungen, Gelenkentzündungen, Prothesenlockerungen sowie unklare Knochen- und Gelenkschmerzen. Auch bei komplexen Beschwerden kann die Untersuchung helfen, Ursachen genauer einzugrenzen und die weitere Behandlung besser zu planen.

Ein besonderer Vorteil der Knochenszintigraphie ist, dass der gesamte Körper in einer Untersuchung erfasst werden kann. So lassen sich auch Veränderungen an mehreren Stellen gleichzeitig beurteilen, ohne dass für jede zusätzliche Aufnahme eine neue Strahlenbelastung entsteht. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Beschwerden nicht eindeutig zuzuordnen sind oder bei Tumorerkrankungen eine umfassende Beurteilung erforderlich ist.

Ablauf einer Knochenszintigraphie 

Für die Untersuchung wird eine geringe Menge einer schwach-radioaktiven Substanz über eine Vene verabreicht. Anschließend folgt in der Regel eine Wartezeit von etwa drei Stunden, damit sich die Substanz im Knochenstoffwechsel anreichern kann. Danach werden Aufnahmen angefertigt, die meist etwa 30 Minuten dauern. Bei bestimmten Fragestellungen können zusätzlich Frühaufnahmen direkt nach der Injektion sinnvoll sein.

Während der Wartezeit können Sie sich frei bewegen, normal essen und trinken. Wir empfehlen, in dieser Zeit ausreichend zu trinken.

Unterstützung bei der Therapieplanung

In manchen Fällen liefert die Knochenszintigraphie nicht nur Hinweise für die Diagnostik, sondern auch für die weitere Therapieplanung. Bei speziellen Fragestellungen kann sie zum Beispiel zeigen, ob eine nuklearmedizinische Behandlung sinnvoll sein könnte, etwa bei bestimmten Gelenkerkrankungen oder bei Knochenmetastasen.

Uns ist wichtig, dass Sie sich bei Ihrer Untersuchung gut informiert und sicher fühlen. Wir erklären Ihnen den Ablauf verständlich, beantworten Ihre Fragen und begleiten Sie durch jeden Schritt. Die Untersuchung ist in der Regel gut verträglich, Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen sind sehr selten.

Häufige Fragen zu Knochenerkrankungen und Knochenszintigraphie

Eine Knochenszintigraphie ist sinnvoll, wenn Veränderungen an Knochen oder Gelenken genauer abgeklärt werden sollen, zum Beispiel bei unklaren Schmerzen, Entzündungen, Verdacht auf Frakturen, Prothesenproblemen oder Tumorerkrankungen.

Zunächst wird eine geringe Menge einer schwach-radioaktiven Substanz in eine Vene gespritzt. Bei einigen Fragestellungen werden direkt im Anschluss bereits erste Aufnahmen gemacht, die etwa 15 Minuten dauern. Nach einer Wartezeit folgen dann mit einer Spezialkamera die eigentlichen Aufnahmen des Skeletts. Den genauen Ablauf Ihrer Untersuchung erklären wir Ihnen selbstverständlich vor Ihrem Termin.

Die eigentliche Aufnahme dauert meist etwa 30 Minuten. Hinzu kommt in der Regel eine Wartezeit von etwa drei Stunden zwischen Injektion und Untersuchung.

Es ist keine Vorbereitung notwendig, es ist lediglich hilfreich, wenn Sie metallarme Kleidung tragen.

Die Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft. Lediglich die Injektion in die Vene ist kurz spürbar.

Nein. Die Strahlenbelastung ist gering und wird so niedrig wie möglich gehalten. Die eingesetzten Substanzen sind in der Regel gut verträglich.