Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Palliativmedizin

St. Franziskus-Hospital Münster

Palliativmedizin
Spezialisiert auf die palliative Versorgung in der Klinik

In der Klinik für Palliativmedizin des St. Franziskus-Hospitals Münster bietet unser multiprofessionelles Team aus Ärzt:innen, Pflegefachkräften, Sozialarbeiter:innen, Physiotherapeut:innen, Psycholog:innen, Seelsorgenden Patient:innen und deren Angehörige eine umfassende Betreuung und Begleitung am Lebensende.

Unsere stationäre Palliativversorgung richtet sich an Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung. Ziel ist es, die Lebensqualität für Patient:innen und Angehörige zu erhalten oder zu verbessern – durch individuelle Pflege und medizinische Begleitung im Krankenhaus. 

Behandlungsspektrum

Unsere Palliativstation bietet Ihnen:

  • Kompetente Schmerztherapie und Symptomkontrolle
  • Individuelle und einfühlsame Pflege und Betreuung am Lebensende
  • Konsiliarische Mitbetreuung palliativer Patient:innen auf anderen Stationen der Klinik
  • Psychologische und spirituelle Begleitung für Patient:innen und Angehörige
  • Beratung und Information zur palliativen Versorgung
  • Organisation der weiteren ambulanten Versorgung
  • Unterstützung bei der Trauerbewältigung

Aufnahme auf die Palliativstation

Eine Aufnahme auf unserer Palliativstation bedarf einer vorherigen Anmeldung. Diese kann durch das Sekretariat oder die Pflegefachkraft erfolgen und wird an den Stationsarzt weitergeleitet. Anfragen zur stationären Palliativversorgung können gestellt werden von:

  • Patient:innen selbst
  • Hausärzt:innen
  • Angehörigen und Freund:innen
  • Sozialstationen
  • Seelsorge
  • anderen Betroffenen

Begleitung am Lebensende

Das Pflegeteam besteht aus examinierten Krankenpfleger:innen, die alle über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Die Patient:inne werden vom Pflegeteam ganzheitlich, d.h. in ihren physischen, psychischen und geistig-seelischen Bedürfnissen und Problemen ernst genommen.

Wir möchten...

  • für unsere Patient:innen eine Atmosphäre schaffen, in der Sie sich mit ihrer Situation auseinandersetzen können.
  • unseren Patient:innen helfen, für diese besondere Lebenssituation Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
    Aus diesem Grund erhält jede/r Patient:in einen Ansprechpartner:in (Primärpfleger:in), die/der während der gesamten Zeit begleitet und die individuellen Anliegen unterstützt.

Im Zusammenhang mit einer schwerwiegenden Erkrankung und deren Behandlung treten neben körperlichen Beschwerden häufig auch seelische Belastungen auf. Besonders im fortgeschrittenen Stadium, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, gehören Sorgen und Ängste bezüglich der Zukunft, depressive Episoden sowie Kommunikationsschwierigkeiten mit Angehörigen zum normalen Prozess der Krankheitsverarbeitung.

Die Palliativstation bietet Patient:innen sowie deren Angehörigen umfassende psychologische Unterstützung. Das Angebot ist individuell auf die jeweilige Phase der Erkrankung, die persönlichen Bewältigungsstrategien und Vorerfahrungen abgestimmt. Jede psychologische Tätigkeit folgt einem unterstützenden Ansatz, wobei die Fähigkeiten, Einstellungen und Erfahrungen der Patient:innen berücksichtigt werden. Die psychologische Begleitung richtet sich gezielt an die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Wünsche von Patient:innen und Angehörigen, um die Lebensqualität in der letzten Lebensphase zu stärken und seelische Belastungen zu bewältigen.

Dr. rer. medic Dieter Wewers
Diplom-Psychologe, Psychoonkologe

Das ganzheitliche Konzept der palliativen Versorgung auf der Palliativstation berücksichtigt neben der körperlichen, psychischen und sozialen auch die spirituelle Dimension jedes Menschen. Spiritualität beschreibt die lebendige Beziehung zu dem, was das Leben trägt, stärkt und mit Sinn erfüllt.  – für Viele dies der Glaube an Gott, für andere die Verbindung zu sich selbst oder zu Mitmenschen.
Wenn diese Verbindung gestört ist, entstehen häufig Fragen. Typische Anliegen sind: „Warum ich?“, „Soll das alles gewesen sein?“, „Was hat das für einen Sinn?“, „Was bleibt von mir?“, „Was geschieht nach dem Tod?“ oder „Warum werde ich so gestraft?“

Die Seelsorgenden des St. Franziskus-Hospitals Münster bringen ihre spirituelle Kompetenz in die Begleitung sterbender Menschen und deren Angehörigen ein. Bei Bedarf werden Vertreter:innen anderer Konfessionen und Religionsgemeinschaften hinzugezogen, um eine individuelle und umfassende Unterstützung zu gewährleisten

Kontakt über die Telefonzentrale: 0251 935-0 / hausintern 4001
24-Stunden Rufbereitschaft für Seelsorge verfügbar.

Dr. rer. medic Dieter Wewers
Diplom-Psychologe, Psychoonkologe

Der klinische Sozialdienst der Palliativstation Münster unterstützt Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige und Bezugspersonen bei allen Fragen rund um die palliative Versorgung im Krankenhaus. Bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung können sich Lebenskonzepte und Alltag grundlegend verändern – der Sozialdienst steht in dieser herausfordernden Zeit beratend und begleitend zur Seite.

Während des Aufenthalts in der Klinik tauchen häufig Fragen zur weiteren Versorgung nach der Entlassung auf: Welche Unterstützung ist möglich? Wie kann diese organisiert und finanziert werden? Der Sozialdienst hilft dabei, individuelle Ressourcen und Möglichkeiten zu erkennen und durch ergänzende Hilfen – wie Pflegedienste, das palliativ-Mobil, ehrenamtliche Besuchsdienste, Organisation von Hilfsmitteln oder Anmeldung in einem Heim oder Hospiz – optimal zu nutzen.

Die Beratung umfasst rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen sowie die Organisation der stationären und ambulanten palliativmedizinischen Versorgung. Ziel ist es, Ängste und Unsicherheiten zu verringern und eine bestmögliche Lebensqualität für Patient:innen und Angehörige zu sichern.

Der Ansatz der Palliativmedizin

Das Wort „Palliativ“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „mit einem Mantel umhüllen“. Die Palliativmedizin in unserem Hosptial steht für eine aktive, ganzheitliche Behandlung von Patient:innen mit progredienten, fortgeschrittenen Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung. Im Mittelpunkt steht das Wohlbefinden der Patient:innen – physisch, psychisch, sozial und spirituell. Das Hauptziel der Palliativmedizin ist es, den Patient:innen eine möglichst hohe Lebensqualität in ihrer letzten Lebensphase zu gewährleisten.

Die Grundsätze der palliativmedizinischen Betreuung umfassen die Akzeptanz von Sterben und Tod als Teil des Lebens. Der Tod wird weder beschleunigt noch hinausgezögert, aktive Sterbehilfe wird abgelehnt. Angehörige werden vor und nach dem Tod in die Begleitung miteinbezogen.