Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.
Offene Stellen finden Sie in unserem Karriereportal.
St. Franziskus-Hospital Münster
Eine bevorstehende Operation ist oft mit Unsicherheiten verbunden – besonders im Hinblick auf die Narkose. Wir möchten in verständlicher Form erklären, was Sie erwartet, wie Sie sich vorbereiten können und wie wir Sie sicher durch den Eingriff begleiten.
Nein. In vielen Fällen ist eine Regionalanästhesie möglich und sogar vorteilhaft. Dabei wird nur der betroffene Körperbereich betäubt – sicher, wirksam und gut verträglich.
Nicht unbedingt. Auch ohne Vollnarkose können Sie auf Wunsch schlafen oder dösen. “Nichts mitkriegen” geht häufig auch ohne Vollnarkose – mit einer leichten Sedierung.
Regionalanästhesieverfahren können Schmerzen sehr effektiv lindern, den Bedarf an Schmerzmitteln senken und Nebenwirkungen wie Übelkeit reduzieren. Außerdem ermöglichen sie oft eine schnellere Erholung.
Ja. Moderne Regionalanästhesie ist sehr sicher. Wir überwachen Sie dabei genauso sorgfältig wie bei einer Vollnarkose.
Dabei nutzen wir Ultraschall, um Nerven und umliegende Strukturen direkt zu sehen. So können wir das Betäubungsmittel gezielt platzieren – präzise, schonend und sicher.
In seltenen Situationen kann das notwendig sein. Darauf sind wir jederzeit vorbereitet.
Hier wird ein Betäubungsmittel in die Nähe des Rückenmarks gegeben. Große Körperregionen werden schmerzfrei, während Sie wach bleiben oder schlafen können.
Das besprechen wir gemeinsam im Prämedikationsgespräch. Ihre Wünsche, Vorerkrankungen und der geplante Eingriff werden dabei berücksichtigt.
Wir setzen auf kombinierte Konzepte: Regionalanästhesie, gezielte Medikamente und – wenn sinnvoll – Schmerzpumpen.
Ein Delir ist eine vorübergehende Verwirrtheit, vor allem bei älteren Patient:innen. Wir beugen aktiv vor, z. B. durch gute Schmerztherapie, frühe Mobilisation und orientierende Hilfestellung und bei Bedarf Betreuung durch das Team der Perioperativen Altersmedizin.
Flyer “Was ist ein Delir?”
Damit eine Narkose oder Sedierung sicher durchgeführt werden kann, ist es wichtig, dass die Patient:innen nüchtern sind. Es besteht andernfalls die Gefahr, dass es im Rahmen der Narkoseeinleitung zu einer Aspiration kommt. Dabei gelangt Mageninhalt in die Atemwege. Dies kann zu einer Verlegung der Atemwege und damit zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff und im Verlauf zu einer Lungenentzündung führen.
Ja. Sollte bei Ihnen eine Regionalanästhesie geplant sein, gelten für Sie die gleichen Nüchternheitsgrenzen. Es kann der Fall eintreten, auf eine Vollnarkose wechseln zu müssen.
Nein, ganz im Gegenteil. Wenn Sie eine zu lange Zeit (> 6 Stunden) nichts trinken, fehlt Ihrem Körper Flüssigkeit. Auch wenn vielleicht dieser Flüssigkeitsmangel für Sie erstmal ohne Auswirkungen zu sein scheint und gut verkraftet wird, kann er während der Narkose zu Kreislaufproblemen führen. Zudem kommt es nach der Narkose häufiger zu Übelkeit und Erbrechen.
Wir möchten Sie daher ermutigen, am OP-Tag noch bis zum Abruf in den Operationsbereich klare Flüssigkeiten (Kaffee/Tee ohne Milch, Apfelsaft/-schorle schluckweise zu trinken.
Oft sehr früh. Frühes Trinken und Essen sind Teil moderner perioperativer Konzepte und fördern die Erholung.
Early Recovery steht für schnelle Erholung durch frühe Mobilisation, gute Schmerztherapie und enge Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen.
Sie brauchen eine volljährige Begleitperson für den Heimweg und Betreuung für die erste Nacht
Neben der Regionalanästhesie setzen wir gezielt auf weitere beruhigende Maßnahmen. Viele Patient:innen empfinden Musik über Kopfhörer während der Vorbereitung oder im OP als angenehm. Gerade bei älteren Patient*innen berücksichtigen wir zusätzlich Konzepte der perioperativen Altersmedizin, zum Beispiel ruhige Abläufe, klare Ansprache, Orientierungshilfen und die Vermeidung unnötiger Reize. Diese Maßnahmen können Stress reduzieren und helfen, einem postoperativen Delir vorzubeugen.
Kinder haben noch kein Verständnis dafür, was Narkose ist oder bedeutet. Zu den Sorgen vor dem Eingriff mischt sich noch „die Angst vor dem Unbekannten“. Zumeist ist es sinnvoll, Kindern in altersentsprechender Sprache den Ablauf zu erklären. Es gibt eine Reihe von Bilderbüchern, die zur Vorbereitung geeignet sind. Beachten Sie dabei aber, dass der tatsächliche Ablauf evtl. von dem dargestellten Ablauf abweichen kann. So ist z.B. der Zeitpunkt der Venenpunktion davon abhängig, ob eine Narkoseeinleitung über eine Inhalation per Maske bei ihrem Kind möglich ist oder nicht.
Kinderanästhesie
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