Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

Erfahren Sie hier mehr zu unserer Notaufnahme

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

St. Franziskus-Hospital Münster

Patient:inneninformation

Eine geplante Operation oder die Abklärung einer Erkrankung wirft oft viele Fragen auf. Auf dieser Seite finden Patientinnen und Patienten wichtige Informationen rund um den Ablauf Ihrer Behandlung in unserer Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Franziskus-Hospital Münster – von der ersten Vorstellung über Diagnostik und Operation bis zur Nachsorge.

Unser Ziel ist es, Sie medizinisch gut zu versorgen und Sie zugleich verständlich, transparent und verlässlich durch alle Behandlungsschritte zu begleiten.

Häufig gestellte Fragen

Der genaue Ablauf hängt von Ihrer Erkrankung und Ihrer persönlichen Situation ab. Grundsätzlich verläuft die Behandlung meist in mehreren Schritten:

  1. Erste Vorstellung in der Sprechstunde
    Wir besprechen Ihre Beschwerden, vorhandene Befunde und die nächsten Schritte.
  2. Diagnostik und Behandlungsplanung
    Falls weitere Untersuchungen notwendig sind, planen wir diese gezielt und stimmen die Behandlung individuell mit Ihnen ab.
  3. Vorbereitung auf einen Eingriff
    Wenn eine Operation sinnvoll ist, erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Vorbereitung, zum Ablauf und zum stationären Aufenthalt.
  4. Operation und Krankenhausaufenthalt
    Am Tag der Operation werden Sie von unserem Team begleitet und während des gesamten Aufenthalts betreut.
  5. Nachsorge und weitere Betreuung
    Nach dem Eingriff besprechen wir mit Ihnen die nächsten Schritte und die weitere Behandlung.

Bei akuten Beschwerden oder Notfällen

Bei plötzlichen starken Beschwerden, akuten Schmerzen, Blutungen oder anderen Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an die Zentrale Notaufnahme oder wählen Sie im Notfall den Notruf 112.

Bei planbaren Eingriffen oder Beschwerden

Wenn eine Behandlung planbar ist, erfolgt die erste Vorstellung in der Regel über unsere Sprechstunde. Dort klären wir gemeinsam mit Ihnen:

  • welche Untersuchungen notwendig sind
  • ob eine Operation erforderlich ist
  • ob ein ambulanter oder stationärer Eingriff sinnvoll ist
  • wie die nächsten Schritte aussehen

In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit, Ihre Beschwerden und Ihre Vorgeschichte sorgfältig zu erfassen. Bitte bringen Sie – wenn möglich – folgende Unterlagen mit:

  • Krankenversicherungskarte oder Ausweisdokument
  • Überweisung oder Einweisung, falls vorhanden
  • Arztbriefe, Befunde und Laborwerte
  • radiologische Untersuchungen wie CT-, MRT- oder Röntgenbilder
  • aktuellen Medikamentenplan

Auf dieser Grundlage besprechen wir mit Ihnen die weitere Diagnostik und die für Sie passende Behandlung.

Vor einer Operation oder weiterführenden Behandlung ist häufig eine gezielte Diagnostik notwendig. Welche Untersuchungen erforderlich sind, richtet sich nach Ihrer Erkrankung. Dazu können zum Beispiel gehören:

  • Blutuntersuchungen
  • Ultraschall
  • endoskopische Untersuchungen
  • CT oder MRT
  • Röntgenuntersuchungen
  • weitere fachärztliche Abklärungen

Wenn es sich um eine komplexe oder onkologische Erkrankung handelt, wird Ihre Situation gegebenenfalls interdisziplinär besprochen – zum Beispiel im Rahmen einer Tumorkonferenz oder in unseren spezialisierten Zentren. So können wir ein Behandlungskonzept entwickeln, das medizinisch fundiert und individuell auf Sie abgestimmt ist.

Wenn eine Operation empfohlen wird, besprechen wir mit Ihnen in Ruhe:

  • warum der Eingriff sinnvoll ist
  • welche Behandlungsalternativen es gibt
  • ob eine minimal-invasive oder offene Operation geplant ist
  • welche Chancen und Risiken bestehen
  • wie Sie sich auf den Eingriff vorbereiten sollten

Uns ist wichtig, dass Sie die Behandlung gut verstehen und Ihre Fragen stellen können. Entscheidungen treffen wir gemeinsam mit Ihnen und orientieren uns dabei an Ihrer persönlichen Situation und an aktuellen medizinischen Leitlinien.

Gut vorbereitet vor der Operation

Eine gute Vorbereitung kann dazu beitragen, dass Sie sich nach einer Operation schneller erholen. In unserer Klinik orientieren wir uns dabei an modernen Behandlungskonzepten, die eine möglichst rasche Genesung unterstützen.

Wichtige Bausteine sind:

  • bedarfsgerechte Ernährung
  • Bewegung und Atemtraining
  • effektive Schmerztherapie
  • aktive Mitarbeit an der Genesung

Was Sie schon vor der Operation tun können

Achten Sie möglichst auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Im persönlichen Gespräch schätzen wir Ihren Ernährungszustand ein und geben Ihnen bei Bedarf weitere Hinweise.

Bleiben Sie – soweit möglich – körperlich aktiv. Spaziergänge, leichte Bewegung, Sport oder Physiotherapie können dazu beitragen, Ihre Kraft und Ihr Herz-Kreislauf-System zu unterstützen. In manchen Fällen erhalten Sie zusätzlich einen Atemtrainer.

Alkohol und Rauchen belasten den Körper und können das Risiko für Komplikationen erhöhen. Wenn möglich, sollten Sie spätestens drei bis vier Wochen vor der Operation auf das Rauchen verzichten.

Eine Erkrankung und eine bevorstehende Operation können psychisch belastend sein. Bei Bedarf bieten wir Ihnen unterstützende Gespräche an. Auch eine gute seelische Vorbereitung kann helfen, den Behandlungsverlauf besser zu bewältigen.

Beziehen Sie Angehörige oder nahestehende Personen frühzeitig mit ein. Gerade nach einer Operation kann es hilfreich sein, zu Hause Unterstützung zu haben. Falls nötig, unterstützt Sie auch der Sozialdienst unseres Hauses bei der weiteren Planung.

Für Ihren stationären Aufenthalt empfehlen wir Ihnen, folgende Dinge mitzubringen:

  • Krankenversicherungskarte
  • diese Unterlagen und Befunde, falls noch nicht vorliegend
  • Medikamentenliste
  • Bademantel
  • Hausschuhe und festes Schuhwerk
  • bequeme Kleidung, Unterwäsche und Nachtwäsche
  • Zahnbürste, Zahnpasta, Haarbürste, Deodorant und Rasierutensilien
  • Handtücher, falls erforderlich
  • Brille oder Kontaktlinsen mit Pflegemitteln
  • Hörgeräte
  • Gehhilfen, falls benötigt

Bitte beachten Sie außerdem

  • Lassen Sie Wertgegenstände und Schmuck möglichst zu Hause.
  • Bitte verzichten Sie am Operationstag auf Make-up und Nagellack.
  • Verwenden Sie möglichst keine Körperlotion oder Pflegeprodukte im OP-Bereich.
  • Bitte rasieren Sie sich im Operationsgebiet nicht selbst.

Am Tag vor der Operation dürfen Sie in der Regel normale Kost zu sich nehmen. Achten Sie dabei möglichst auf gut verdauliche Lebensmittel.

Wichtig ist außerdem:

  • 6 Stunden vor der Operation dürfen Sie nicht mehr essen.
  • Trinken Sie ausreichend, möglichst etwa 1,5 Liter, sofern ärztlich nichts anderes besprochen wurde.
  • Auf Alkohol sollten Sie verzichten.

Am OP-Tag dürfen Sie in der Regel noch klare Flüssigkeiten (z.B. Wasser, Apfelsaft, Tee/Kaffee ohne Milch) trinken bis Sie in den OP abgerufen werden.

Bitte befolgen Sie immer die individuellen Anweisungen Ihres Behandlungsteams, da je nach Eingriff oder Vorerkrankung andere Vorgaben gelten können. Im Narkosegespräch erhalten Sie eine genaue Information dazu, was Sie beachten müssen.

 

Zum Tag der Operationen finden Sie hier weitere Informationen.

Nach der Operation

Nach einer Operation begleiten wir Sie engmaschig weiter. Dazu gehören:

  • Ärztliche Visiten
  • Kontrolle von Wunde, Kreislauf und Laborwerten
  • Individuelle Schmerztherapie
  • Unterstützung bei der Mobilisation
  • Schrittweiser Kostaufbau, wenn medizinisch möglich

Je nach Eingriff erhalten Sie zusätzlich Hinweise zu:

  • Körperlicher Belastung
  • Verhalten im Alltag
  • Ernährung
  • Wundpflege
  • Medikamenten
  • Nachsorgeterminen
  • Verbringen Sie möglichst wenig Zeit ausschließlich im Bett, soweit Kreislauf und Beschwerden es erlauben.
  • Wenn Sie liegen müssen, bewegen Sie regelmäßig Ihre Beine.
  • Nutzen Sie Ihren Atemtrainer mehrmals täglich, wenn Sie einen erhalten haben.
  • Atmen Sie möglichst tief durch und melden Sie sich, wenn das wegen Schmerzen nicht gut möglich ist.
  • Bewegung und Atemtraining helfen dabei, das Risiko für Thrombosen, Embolien und Lungenentzündungen zu verringern.
  • In der Regel dürfen Sie ab dem Abend der Operation wieder Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Versuchen Sie, ausreichend zu trinken, meist mit einem Ziel von etwa 1,5 Litern pro Tag, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
  • Wenn Ihnen übel ist oder Sie nicht trinken können, sprechen Sie uns bitte an.
  • Mehrfach tägliches Kaugummikauen kann die Darmtätigkeit anregen.
  • Nutzen Sie physiotherapeutische Angebote und bewegen Sie sich nach Möglichkeit auch selbst, zum Beispiel durch kurze Spaziergänge auf der Station.
  • Tun Sie sich auch seelisch etwas Gutes, etwa durch Lesen, Musik oder Besuch von Angehörigen.

Vor Ihrer Entlassung besprechen wir mit Ihnen alle wichtigen Informationen für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt. Sie erhalten – je nach Behandlung – Hinweise zu:

  • Schonung und Belastbarkeit
  • Medikamenteneinnahme
  • Kontrolle der Operationswunde
  • Wiedervorstellung in der Sprechstunde
  • Weiterbehandlung durch Hausärztin oder Hausarzt bzw. Fachärztin oder Facharzt

Wenn nötig, stimmen wir weitere Maßnahmen wie Anschlussbehandlungen oder zusätzliche fachärztliche Kontrollen mit Ihnen ab.

Gut informiert und gut begleitet


Wir wissen, dass eine Operation oder die Behandlung einer ernsten Erkrankung mit Sorgen und Fragen verbunden sein kann. Deshalb legen wir großen Wert darauf, Sie verständlich zu informieren und Ihnen eine verlässliche Orientierung zu geben.

Wenn Sie Fragen zu Ihrer Behandlung, zu einem geplanten Eingriff oder zu Ihrem Termin haben, sprechen Sie uns gerne an. Unser Team begleitet Sie auf Ihrem Weg – medizinisch kompetent und menschlich zugewandt.