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Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Speiseröhrenzentrum

St. Franziskus-Hospital Münster

Speiseröhrenkrebs

Speiseröhrenkrebs, auch Ösophaguskarzinom genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Speiseröhre. Im Speiseröhrenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster begleiten wir Patientinnen und Patienten mit moderner Diagnostik, individueller Therapieplanung und einer engen interdisziplinären Betreuung.

Im frühen Stadium verursacht Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) häufig keine Beschwerden. Deshalb wird die Erkrankung nicht selten erst später erkannt. Mögliche Speiseröhrenkrebs Symptome sind:

  • Schluckstörungen
  • Schmerzen oder Druck hinter dem Brustbein
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Blutarmut
  • allgemeine Schwäche

Wenn solche Beschwerden auftreten, ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung wichtig.

Zu den wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren von Speiseröhrenkrebs zählen:

  • chronischer Reflux
  • Übergewicht
  • Tabakkonsum
  • regelmäßiger Alkoholkonsum

Nicht jeder Risikofaktor führt automatisch zu einer Erkrankung. Bestehen Beschwerden oder liegen mehrere Risikofaktoren vor, sollte eine Untersuchung der Speiseröhre erfolgen.

Bestimmte Schleimhautveränderungen der Speiseröhre können als Vorstufen von Speiseröhrenkrebs gelten. Dazu gehören je nach Tumorart krankhafte Veränderungen, die bei endoskopischen Untersuchungen erkannt werden können. Vor allem bei länger bestehendem Reflux ist eine sorgfältige Abklärung wichtig, um Auffälligkeiten frühzeitig zu entdecken und bei Bedarf zu behandeln.

Frühkarzinome und Vorstufen lassen sich in vielen Fällen mit modernen endoskopischen Verfahren schonend therapieren. Erfahren Sie hier mehr zum Behandlungsangebot unserer Gastroenterologie.

Besteht der Verdacht auf ein Ösophaguskarzinom, ist eine sorgfältige und möglichst schnelle Abklärung wichtig. Ziel der Diagnostik ist es, den Tumor sicher nachzuweisen, seine Ausdehnung zu beurteilen und die passende Behandlung zu planen.

Je nach Befund kommen im Speiseröhrenzentrum unter anderem folgende Untersuchungen zum Einsatz:

  • Endoskopie der Speiseröhre zur genauen Beurteilung auffälliger Schleimhautveränderungen
  • Gewebeproben (Biopsien) zur feingeweblichen Sicherung der Diagnose
  • endoskopische Verfahren zur Erkennung von Frühkarzinomen und Vorstufen
  • bildgebende Untersuchungen zur Beurteilung der Tumorausdehnung und möglicher Absiedlungen
  • interdisziplinäre Bewertung aller Befunde als Grundlage für die weitere Therapieplanung

So lässt sich feststellen, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet und welche Behandlung im individuellen Fall sinnvoll ist. Alle Ergebnisse fließen in die interdisziplinäre Tumorkonferenz ein.

Die Behandlung von Speiseröhrenkrebs ist anspruchsvoll und erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. In unserem zertifizierten Speiseröhrenzentrum werden alle Fälle interdisziplinär besprochen. In der regelmäßigen Tumorkonferenz stimmen Spezialistinnen und Spezialisten aus Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie und weiteren Bereichen die leitliniengerechte Therapie individuell auf jede Patientin und jeden Patienten ab.

Als High-Volume-Zentrum verfügen wir über eine hohe Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen der Speiseröhre. Je nach Stadium der Erkrankung kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, darunter:

  • endoskopische Behandlung von Frühkarzinomen
  • operative Verfahren
  • Chemotherapie
  • Immuntherapie
  • Strahlentherapie
  • multimodale Therapiekonzepte in stationärer und ambulanter Behandlung

Eine Speiseröhrenkrebs OP kann notwendig sein, wenn der Tumor operativ entfernt werden soll. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Stadium der Erkrankung, vom allgemeinen Gesundheitszustand und vom individuellen Therapieziel ab.

Wenn eine Operation erforderlich ist, erfolgt die Behandlung im Speiseröhrenzentrum in enger Zusammenarbeit von Tumorkonferenz, Endoskopie, Chirurgie und Onkologie. So stellen wir sicher, dass alle Behandlungsschritte sorgfältig aufeinander abgestimmt sind.

Neben der Operation spielen bei vielen Patientinnen und Patienten moderne onkologische Behandlungen eine wichtige Rolle. Dazu gehören Chemotherapie, Immuntherapie und weitere medikamentöse Verfahren. Die Betreuung erfolgt ambulant und stationär in enger Abstimmung mit unserem hämatologisch-onkologischen Team.

Unser Zentrum beteiligt sich außerdem an aktuellen klinischen Studien. Dadurch können sich insbesondere für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Tumorstadien zusätzliche therapeutische Möglichkeiten eröffnen.

Ihre Behandlung im Speiseröhrenzentrum


Eine Krebserkrankung der Speiseröhre ist für Betroffene oft mit vielen Fragen verbunden. Im Speiseröhrenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster begleiten wir Sie mit medizinischer Expertise, klaren Behandlungswegen und einer persönlichen Betreuung. Von der ersten Abklärung bis zur Therapie und Nachsorge stehen wir Ihnen interdisziplinär zur Seite.