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Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Radiologie

St. Franziskus-Hospital Münster

Magnetresonanztomographie
Moderne MRT-Diagnostik bei möglichst schonender Untersuchung

In der Klinik für Radiologie am St. Franziskus-Hospital Münster bieten wir Patientinnen und Patienten ein umfassendes Spektrum moderner MRT-Diagnostik  an. Dazu gehören Untersuchungen des Kopfes, der Wirbelsäule, der Gelenke, innerer Organe, Gefäße und – je nach Fragestellung – auch des Herzens sowie pädiatrischer MRT. Die beiden MRT-Systeme mit 1,5 und 3,0 Tesla ermöglichen eine differenzierte Diagnostik bei möglichst schonender Untersuchung.

  • 1,5 Tesla-Hochfeld-MRT (1,5 T MRT)
     
  • 3,0 Tesla-Hochfeld- MR (3 T MRT)
     
  • Schädel
    • Gehirn und Gesichtsschädel
    • Diffusionsbildgebung
    • Hirnnerven
    • Kiefergelenke
    • MR-Angiographie der intrakraniellen Gefässe (inkl. Mehrphasiger, dynamischer
    • Untersuchungen)
       
  • Hals
    • Weichteile, Speicheldrüse
    • MR-Angiographie der extrakraniellen Gefäße
       
  • Brustkorb (Thorax)
    • Mediastinum
    • MR-Angiographie der Aorta und Pulmonalarterien
       
  • Brustdiagnostik (Mammographie)
    • MR-Mammographie
    • MR-gesteuerte, präoperative Herdmarkierung
    • MR-gesteuerte Vakuumsaugbiopsie
       
  • Bauch (Abdomen)
    • Leber, Bauchspeicheldrüse - Pankreas, Milz, Nieren und Nebennieren,
      Retroperitoneum, Lymphknoten
    • Leber-spezifische Bildgebung
    • MRCP (Gallenblase und -wege)
    • MR-Enteroklysma (MR – Sellink) zur Dünndarmuntersuchung
    • MR-Angiographie (Aorta, Nierenarterien, etc.) inklusive mehrphasiger, dynamischer Protokolle
    • MR-Urographie
       
  • Becken
    • Gebärmutter – Uterus, Eierstöcke/Ovarien
    • Fisteldarstellung
    • Prostata-MRT (inkl. parametrischer Bildgebung)
       
  • Gelenke und Knochen
    • Knochen und Gelenke
    • gesamte Wirbelsäule, Bandscheiben, Knochenmark
    • Direkte MR-Arthrographie zur Knorpeldiagnostik
       
  • Gefäßdiagnostik (MR-Angiographie)
    • Becken-Bein-Angiographien
    • Angiographien der oberen Extremität
    • Kopf-Hals-Angiographien
    • Abdominelle und thorakale Gefäßdarstellung
    • Ganzkörper – Angiographien
    • Native (Kontrastmittel-freie) Angiographien der Becken-Bein- und Kopf-Gefäße
    • Mehrphasige (dynamische) MR-Angiographie
       
  • Herzdiagnostik (Cardio-MRT / MRT Herz)
    • Cardio-MRT zur quantitativen Funktionsdiagnostik
    • Cardio-MRT zur Beurteilung der Myokardvitalität (inkl. Ischämie-Diagnostik
    • Cardio-MRT zur Beurteilung der Myokardtextur (Kardiomyopathie, Myokarditis)
    • Cardio-MRT zur Beurteilung der Tumordiagnostik
       
  • Spezialanwendungen
    • Ganzkörper – MRT
      Untersuchungen in Sedierung oder Narkose (Intensivpatienten, pädiatrische Fälle, Klaustrophobie)
       
  • Pädiatrische MRT
    • Angepasste Scan- Protokolle für pädiatrische Untersuchungen
      MRT-Untersuchungen in Sedierung oder Narkose

Häufige Fragen

Die MRT arbeitet mit Magnetfeldern und Radiowellen und kommt ohne ionisierende Strahlung aus. Sie eignet sich besonders für die Darstellung von Gehirn, Rückenmark, Gelenken, Weichteilen und vielen inneren Organen. Die CT arbeitet mit Röntgenstrahlung und wird häufig eingesetzt, wenn eine sehr schnelle Diagnostik erforderlich ist oder Knochen, Lunge und bestimmte Gefäßfragestellungen im Vordergrund stehen. Das klassische Röntgen ist ein bewährtes Verfahren der Basisdiagnostik, vor allem bei Knochen und Brustkorb.

Welche Untersuchung für Sie sinnvoll ist, entscheidet Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt gemeinsam mit unseren erfahrenen Radiologinnen und Radiologen.

  1. Anmeldung in der Klinik für Radiologie und Erklärung des Ablaufs durch unsere Mitarbeitenden.
  2. Ablegen von Schmuck, Uhr, Hörgeräten und anderen Metallgegenständen.
  3. Sie liegen auf einer Liege, die in die MRT-Röhre fährt.
  4. Während der Untersuchung hören Sie laute Klopf- und Brummgeräusche – Sie erhalten einen Gehörschutz und auf Wunsch Musik.
  5. Sie sollten möglichst ruhig liegen, damit die Bilder scharf werden.
  6. Die Untersuchung dauert meist 20–30 Minuten, manchmal länger.

Über eine Gegensprechanlage haben Sie jederzeit Kontakt zum Radiologie-Team.

Nein. Die MRT-Untersuchung selbst ist schmerzfrei. Die Enge des Geräts und die lauten Klopfgeräusche können als ungewohnt empfunden werden. Nur das Legen eines venösen Zugangs für Kontrastmittel ist ein kurzer Einstich zu spüren – ähnlich einer Blutabnahme.

Bei bestimmten Fragestellungen wird ein Kontrastmittel über die Vene gegeben, damit Gefäße, Entzündungen oder Tumore besser sichtbar werden. MRT-Kontrastmittel (meist Gadolinium-haltig) sind in der Regel sehr gut verträglich.

Vor der Untersuchung fragen wir nach:

  • Nierenerkrankungen
  • früheren Kontrastmittelreaktionen
  • relevanten Vorerkrankungen
  • metallischen Implantaten (z.B.: Herzschrittmacher, Innenohrimplantate, Schmerzpumpen)

So können wir Risiken minimieren. Bitte informieren Sie uns über bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten.

Die Dauer hängt von Region und Fragestellung ab:

  • einfache Untersuchungen: ca. 15–20 Minuten
  • Organ- oder Gelenkuntersuchungen: ca. 20–30 Minuten
  • spezialisierte Untersuchungen (z.B. MRT Herz, Ganzkörper-MRT): ca. 30–75 Minuten

Die genaue Dauer erfahren Sie bei der Terminvergabe oder in der Untersuchungsvorbereitung.

Ja, oft ist das möglich. Bitte teilen Sie uns Klaustrophobie (Platzangst) frühzeitig mit. Mögliche Hilfen bei Angst vor MRT-Untersuchungen:

  • ausführliche Aufklärung und Probeliegen
  • beruhigende Begleitung bis kurz vor Untersuchungsbeginn
  • Beruhigungsmittel nach ärztlicher Rücksprache
  • Untersuchungen in Sedierung oder Narkose (z.B. bei starker Platzangst, Kindern, Intensivpatient:innen)

Wir suchen mit Ihnen die individuell passende Lösung.

Je nach Untersuchung:

  • Informieren Sie uns vorab über metallische Fremdkörper, wie Herzschrittmacher, Metallimplantate, Prothesen oder ähnliches
  • Metall und Schmuck entfernen: Ketten, Uhren, Ringe, Piercings (wenn möglich), Hörgeräte, Brillen
  • Kleidung möglichst ohne Metallteile (z.B. Reißverschlüsse, BH-Bügel, Knöpfe)
  • bei einigen Bauchuntersuchungen (z.B. MRCP, Dünndarm-MRT) ggfs. vorher nüchtern bleiben – dazu informieren wir Sie gesondert.

Bitte bringen Sie mit:

  • relevante Vorbefunde und frühere Bilder (MRT/CT/Röntgen)
  • Medikamentenliste und ggf. Allergiepass
  • wenn vorhanden Implantatausweis

Ja, in vielen Fällen, aber nicht immer. Das Magnetfeld kann auf Herzschrittmacher oder implantierbare Defibrillatoren wirken. Ob eine MRT möglich ist, hängt davon ab, ob Ihr System MRT-tauglich (MR-conditional) ist.

Wichtig:

  • Bringen Sie unbedingt Ihren Implantatausweis mit.
  • Teilen Sie uns Herzschrittmacher/Defibrillator bereits bei der Terminvereinbarung mit.
  • In Zweifelsfällen stimmen wir uns mit Ihrer Kardiologin/Ihrem Kardiologen ab.

Wenn Ihr Implantat nicht MRT-tauglich ist, prüfen wir alternative Untersuchungsmethoden (z.B. CT oder Ultraschall).

Im 1. Schwangerschaftsdrittel wird eine MRT nur bei dringender medizinischer Notwendigkeit durchgeführt. In den späteren Phasen kann eine MRT ohne Kontrastmittel bei wichtigen Fragestellungen in der Regel durchgeführt werden.

Kontrastmittel wird in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt. Bitte informieren Sie uns unbedingt, wenn Sie schwanger sind oder es sein könnten.

Die MRT verwendet keine ionisierende Strahlung, daher besteht kein Strahlenrisiko wie bei Röntgen oder CT. Für die meisten Patientinnen und Patienten ist die Untersuchung sehr sicher. Ob für Sie Risiken bestehen, klären wir vorher individuell mit Ihnen ab.

Die MRT-Bilder werden von Fachärztinnen und Fachärzten für Radiologie ausgewertet. Der schriftliche Befund wird zeitnah an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt übermittelt.

In vielen Fällen werden die Ergebnisse zusätzlich in interdisziplinären Konferenzen des St. Franziskus-Hospitals Münster besprochen, um Ihre weitere Behandlung optimal zu planen.