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Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Kardiologie, Angiologie & Elektrophysiologie

St. Franziskus-Hospital Münster

Willkommen in der Klinik für Innere Medizin III
Ihre Spezialistinnen und Spezialisten für Kardiologie, Angiologie und Elektrophysiologie

In der Klinik für Innere Medizin III am St. Franziskus-Hospital Münster behandeln wir Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Herzens, der Gefäße und des Herzrhythmus. Dazu gehören unter anderem koronare Herzkrankheit, Herzschwäche, Herzklappenerkrankungen und Vorhofflimmern. Diagnostik und Therapie stimmen wir individuell auf Ihre Situation ab – nach aktuellen medizinischen Standards und in enger Abstimmung im Team.

Für Diagnostik und Therapie stehen zwei Herzkatheterlabore, ein Hybrid-OP sowie alle etablierten nicht-invasiven kardiologischen Untersuchungen zur Verfügung. So können wir Befunde zügig einordnen und Behandlungen gut aufeinander abstimmen.

Unsere Schwerpunkte

Bei einer koronaren Herzkrankheit sind die Herzkranzgefäße verengt, meist durch Ablagerungen in den Gefäßwänden. Das Herz wird dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Mögliche Beschwerden sind Brustdruck, Engegefühl („Angina pectoris“) oder Luftnot, vor allem unter Belastung.

Verschließt sich ein Herzkranzgefäß plötzlich vollständig, entsteht ein Herzinfarkt. Das ist ein Notfall und muss sofort behandelt werden. In unserer Kardiologie klären wir Verdachtsfälle zügig ab. Verengte oder verschlossene Gefäße können wir im Herzkatheterlabor häufig direkt behandeln, zum Beispiel mit Ballonaufdehnung und Stentimplantation. So lässt sich Herzmuskelgewebe besser schützen und Folgeschäden können begrenzt werden.

Bei einer Herzinsuffizienz pumpt das Herz nicht mehr kräftig genug, um den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Typische Beschwerden sind Luftnot bei Belastung oder in Ruhe, Müdigkeit, eine verminderte Leistungsfähigkeit und geschwollene Beine. Ursachen können zum Beispiel eine koronare Herzkrankheit, ein Herzinfarkt, Herzklappenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen sein.

Zunächst klären wir sorgfältig ab, wodurch die Herzschwäche verursacht wird. Darauf aufbauend stimmen wir die Behandlung individuell auf Ihre Situation ab. Je nach Befund kommen Medikamente, Herzkatheter- oder Klappeneingriffe sowie Schrittmacher- und Defibrillatorverfahren infrage. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und die körperliche Belastbarkeit zu verbessern.

Bei Herzklappenerkrankungen, zum Beispiel bei einer Verengung oder Undichtigkeit der Mitral-, Trikuspidal- oder Aortenklappe, sowie bei bestimmten strukturellen Herzerkrankungen ist nicht immer eine große Operation am offenen Herzen notwendig. Das gilt zum Beispiel für ein persistierendes Foramen ovale (PFO), einen Vorhofseptumdefekt, Veränderungen am Vorhofohr oder ausgewählte Herzmuskelerkrankungen.

In unserer Kardiologie stehen dafür kathetergestützte Verfahren zur Verfügung. Über eine Vene oder Arterie, meist in der Leiste, können wir zum Beispiel undichte Herzklappen mit Clips behandeln, Aortenklappen per TAVI ersetzen oder Öffnungen in der Herzscheidewand und das linke Vorhofohr verschließen. Auch spezielle Verfahren bei ausgewählten Herzmuskelerkrankungen sind möglich.

Diese Eingriffe können dazu beitragen, die Herzklappenfunktion und die Herzleistung zu verbessern, Beschwerden wie Luftnot zu verringern und die Lebensqualität zu erhöhen. Das gilt insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen eine große Operation mit einem höheren Risiko verbunden wäre.

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Herzrhythmusstörungen entstehen, wenn der elektrische Takt des Herzens gestört ist. Das Herz schlägt dann zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Typische Beschwerden sind Herzstolpern, Herzrasen, Unruhe, Schwindel, Luftnot oder ein deutlicher Leistungsknick.

Eine häufige Form ist Vorhofflimmern. Dabei ist der Puls unregelmäßig und oft zu schnell, zudem kann das Risiko für Folgeerkrankungen erhöht sein. In unserer Kardiologie klären wir zunächst, welche Form der Rhythmusstörung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist.

Je nach Befund kommen Medikamente, eine elektrische Kardioversion, eine Katheterablation im Department für Elektrophysiologie oder auch eine Schrittmacher- oder Defibrillatortherapie infrage. Ziel ist es, den Herzrhythmus zu stabilisieren, Beschwerden zu lindern und Komplikationen möglichst zu vermeiden.

Gefäßerkrankungen können Arterien und Venen im ganzen Körper betreffen, zum Beispiel die Halsschlagadern, die Beinarterien oder die Venen. Typische Probleme sind Durchblutungsstörungen, Gefäßverengungen, Gefäßverschlüsse oder Venenerkrankungen mit Schwellungen und Schmerzen. Auch Beschwerden beim Gehen, wie bei der sogenannten Schaufensterkrankheit, können darauf hinweisen.

In unserer Angiologie untersuchen wir die Gefäße vor allem mit Duplexsonografie und weiteren nicht-invasiven Verfahren. So können wir Engstellen oder Verschlüsse früh erkennen und die Behandlung gezielt planen. Je nach Befund kommen Medikamente, Gehtraining, Kompressionstherapie oder weiterführende Eingriffe an den Gefäßen infrage.

Unser Ziel ist es, die Durchblutung zu verbessern, Beschwerden zu lindern und Folgeerkrankungen vorzubeugen. Dabei arbeiten wir eng mit unserer Klinik für Gefäßchirurgie zusammen. Dabei arbeiten wir eng mit unserer Klinik für Gefäßchirurgie zusammen.

Moderne Diagnostik und Therapie
für Ihre Herzgesundheit


Damit wir die passende Behandlung für Sie auswählen können, nutzen wir in unserer Kardiologie ein breites Spektrum diagnostischer Verfahren. Dazu gehören unter anderem EKG, Belastungs-EKG, Herzultraschall, Langzeitaufzeichnungen von Herzrhythmus und Blutdruck sowie Gefäßultraschall.

Gemeinsam mit der Radiologie und der Nuklearmedizin bieten wir außerdem spezielle bildgebende Verfahren wie Kardio-CT, Herz-MRT und Myokard-SPECT an. So lassen sich Durchblutungsstörungen, Herzschwäche und andere Herzerkrankungen genauer beurteilen.

In unseren Herzkatheterlaboren kommen unter anderem intrakoronare Druckmessungen, OCT/IVUS und spezielle Verfahren bei verkalkten Gefäßen zum Einsatz. Sie helfen dabei, Eingriffe präzise zu planen und sicher durchzuführen.

Für eine gut abgestimmte Versorgung arbeiten wir eng mit der Notaufnahme, der Intensivmedizin und den anderen internistischen Kliniken zusammen.

Ob bei einer planbaren Untersuchung oder im Notfall: Wir möchten Ihnen eine schnelle, sichere und fachlich gut abgestimmte kardiologische Versorgung bieten.

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Chest Pain Unit
Vorhofflimmer-Zentrum
Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz
Zusatzqualifikation Kardiovaskuläre Intensiv- und Notfallmedizin
Zusatzqualifikation­Spezielle Rhythmologie
Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie