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Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Nephrologie,
Rheumatologie + Osteologie

St. Franziskus-Hospital Münster

Dialyse
Moderne Nierenersatzverfahren in der Nephrologie

In der Klinik für Innere Medizin I am St. Franziskus-Hospital Münster bieten wir Patientinnen und Patienten mit Nierenerkrankungen eine umfassende Versorgung im Bereich Dialyse. Unsere modernen Räumlichkeiten und unser erfahrenes Team aus Nephrolog:innen ermöglichen eine stationäre, teilstationäre und privat-ambulante Dialyse nach neuestem medizinischem Standard.

Dialyseverfahren

Die klassische Form der Dialyse, bei der Ihr Blut über einen Dialyse-Shunt (Gefäßzugang) außerhalb des Körpers gereinigt wird. Die Hämodialyse ist ein bewährtes Nierenersatzverfahren, das die Filterfunktion der Niere langfristig übernehmen kann. Bei Bedarf legen wir vorübergehende Katheter (Shaldonkatheter, Vorhofkatheter) oder arbeiten eng mit der Gefäßchirurgie für die operative Shunt-Anlage zusammen.

Besonders geeignet für Patient:innen mit akutem Nierenversagen auf der Intensivstation. Dieses Verfahren ermöglicht eine schonende und flexible Blutwäsche.

Bei der Bauchfelldialyse dient das Bauchfell als körpereigene Filtermembran. Ein Katheter wird durch die Haut hindurch eingesetzt. Als einziges Krankenhaus in der Region führt unsere Klinik die PD-Katheteranlagen interventionell durch.  Im Gegensatz zur konventionellen Anlage erfolgt dies ohne größeren Schnitt und ohne Vollnarkose. 
Nach sorgfältiger Anleitung und Schulung kann die Peritonealdialyse selbstständig zuhause durchgeführt werden und bietet so mehr Unabhängigkeit. Für schwer mehrfacherkrankte Patient:innen bieten wir die Bauchfelldialyse auch teilstationär an.

Immunadsorption, Plasmapherese und Lipidapherese kommen bei speziellen Krankheitsbildern zum Einsatz.

Interdisziplinäre Shuntsprechstunde

Die Wahl des geeigneten Zugangs zur Dialyse ist entscheidend für die Lebensqualität. In unserer interdisziplinären Shuntsprechstunde beraten Sie Nephrolog:innen und Gefäßchirurg:innen gemeinsam, um ein individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln – sowohl bei der Erstanlage als auch bei Problemen mit bestehenden Zugängen.

Sonographie und Interventionen

  • Abdomensonographie und Duplex der Nierenarterien
  • Ultraschallgesteuerte Shuntpunktionen
  • Anlage sämtlicher Dialysekatheter unter Ultraschallführung
  • Ultraschallgesteuerte Nierenpunktion
  • Anlage von permanenten Vorhofkathetern

Transplantationsvor- und nachsorge

Wir führen die komplette Diagnostik und Anmeldung für unsere Patientinnen und Patienten beim Transplantationszentrum durch und begleiten Sie vor und nach einer Nierentransplantation. 

Ausstattung und Komfort

Unsere Dialyseabteilung bietet

  • einen eigenen, ebenerdigen Eingang
  • 5 Behandlungsräume, davon 2 Isolationsräume mit Schleuse
  • 1 Multifunktionsraum für Katheteranlagen
  • 17 Behandlungsplätze mit Medienmonitor
  • Frühstücks- und Mittagessensangebot während der Dialyse
  • Dialyseschichten: Montag-Mittwoch-Freitag (früh/spät), Dienstag-Donnerstag-Samstag (früh)
  • Sonographisch gesteuerte Shuntpunktionen bei Bedarf
  • 24/7 Anwesenheit bzw. Rufbereitschaft von nephrologischem Fachperson

Kooperationen


  • Enge Zusammenarbeit mit unserer Sektion Rheumatologie
  • Enge Zusammenarbeit mit allen ansässigen Dialysepraxen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Gefäßchirurgie (z.B. zur Anlage von Hämodialyseshunts, endovaskuläre Shuntanlage/Dialysezugang ohne Hautschnitt, Shuntsprechstunde)
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin IV und der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin (akute Notfalldialysen außerhalb der Dienstzeiten sowie Durchführung von kontinuierlichen Verfahren wie veno-venöse Hämofiltration auf den Intensivstationen)
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemeinchirurgie (Implantation von Peritonealdialysekathetern für die intermittierende Bauchfelldialyse)