Infektiologie
Behandlung von Infektionskrankheiten
Auf der spezialisierten Station für Infektiologie der Klinik für Innere Medizin II am St. Franziskus-Hospital Münster werden Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Infektionskrankheiten betreut. Ziel ist es, Infektionen früh zu erkennen, ihre Ursache zu klären und eine gezielte, individuell angepasste Therapie einzuleiten.
Welche Infektionskrankheiten werden behandelt?
Zum Behandlungsspektrum der Infektiologie gehören unter anderem:
- Lungenentzündungen (Pneumonien)
- Leberentzündungen (z.B. virale Hepatitiden)
- infektiöse Durchfallerkrankungen
- Tuberkulose
- Infektionen bei geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel unter Chemotherapie oder anderen immunsuppressiven Therapien
- Fieber unklarer Ursache, wenn eine Infektion vermutet wird
Viele dieser Erkrankungen können – insbesondere bei Vorerkrankungen oder eingeschränkter Abwehr – schwer verlaufen. Daher ist eine engmaschige Überwachung und abgestimmte Behandlung wichtig.
Isolationsmaßnahmen – Schutz für Patient:innen und Umfeld
Bei bestimmten Infektionen ist es notwendig, Patient:innen vorübergehend zu isolieren, um andere Patient:innen, Besuchende und Mitarbeitende zu schützen. Das betrifft zum Beispiel Tuberkulose, hoch ansteckende Durchfallerkrankungen oder Fieber unter Immunsuppression mit Verdacht auf relevante Erreger.
Erforderliche Isolationsmaßnahmen werden bei Bedarf rasch eingeleitet. Dabei achten wir darauf, sie so schonend wie möglich zu gestalten und verständlich zu erklären. Trotz Isolation bleiben medizinische Betreuung, pflegerische Zuwendung und der persönliche Kontakt zum Behandlungsteam jederzeit gewährleistet.
Diagnostik und Therapie bei Infektionskrankheiten
Um die Ursache einer Infektion genau zu bestimmen, kommen verschiedene Untersuchungen zum Einsatz, zum Beispiel:
- Blutuntersuchungen und Blutkulturen
- Stuhldiagnostik bei Durchfallerkrankungen
- Liquordiagnostik (Untersuchung von Nervenwasser) bei Verdacht auf Hirnhaut- oder Nervensysteminfektionen
- Abstriche und Probenentnahmen von betroffenen Körperstellen
- bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Computertomographie (CT) in Zusammenarbeit mit der Radiologie
Bei Lungenerkrankungen wird häufig zusätzlich eine Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege) durchgeführt, um Sekretproben zu gewinnen und Erreger genauer nachzuweisen.
Auf Basis der Befunde wird eine gezielte Therapie geplant. Zum Einsatz kommen je nach Erreger Antibiotika, Antimykotika oder Virusstatika. Die Behandlung wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Dabei werden Begleiterkrankungen und die gesamte Medikation der Patientinnen und Patienten berücksichtigt.





