Pneumologie
Ihre Spezialistinnen und Spezialisten für Lungenheilkunde
Im Department Pneumologie der Klinik für Innere Medizin IV am St. Franziskus-Hospital Münster stehen die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Lunge und der Atemwege im Mittelpunkt. Wir betreuen Patient:innen mit akuten und chronischen Lungenerkrankungen – von der Notfallbehandlung in der Notaufnahme über die stationäre Therapie bis hin zur längerfristigen Betreuung.
Die leitenden Ärzte, Dr. med. Arne Wichmann und Dr. med. Norbert Rosendahl, sind Fachärzte für Lungen- und Bronchialheilkunde sowie Schlafmedizin. Gemeinsam mit einem engagierten Team aus Pflegefachpersonen, Therapeut:innen und weiteren Mitarbeitenden entwickeln sie individuelle Behandlungsstrategien nach aktuellen medizinischen Leitlinien.
Pneumologische Schwerpunkte
Wir behandeln ein breites Spektrum an Lungenerkrankungen und Atemstörungen, unter anderem:
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)
- Asthma bronchiale
- Akute und chronische Bronchitis
- Lungenentzündungen (Pneumonien)
- Interstitielle Lungenerkrankungen
- Lungenembolien (in enger Zusammenarbeit mit der Intensivmedizin)
- Akutes Lungenversagen und schwere Atemnot-Situationen
- Schlafbezogene Atmungsstörungen (z.B. obstruktive Schlafapnoe)
Viele dieser Erkrankungen können in Notfallsituationen zu schwerer Luftnot oder lebensbedrohlichen Zuständen führen. In solchen Fällen arbeiten wir eng mit der Zentralen Notaufnahme und der Intensivstation zusammen, um eine schnelle und sichere Versorgung zu gewährleisten.
Um Ihre Beschwerden gezielt abklären zu können, nutzen wir moderne pneumologische Diagnostik. Dazu gehören:
- Überprüfung der Lungenfunktion mittels Bodyplethysmograph (Bodyscope / Fa. Ganshorn)
- 6-Minuten-Gehtest
- Belastungs-EKG mit gleichzeitiger Bestimmung der Blutgaswerte
- Echokardiographie
- Rechtsherzkatheteruntersuchung, in Zusammenarbeit mit der kardiologischen Klinik
- Endoskopisch flexible Fiberbronchoskopie mit sämtlichen diagnostischen Verfahren wie Bronchoalveolärer Lavage (BAL), Bürstenzytologien, Bronchial-PEs, transbronchiale PEs unter Durchleuchtung
- Endoskopischer Schwerpunkt ist die endobronchiale Sonografie und transbronchiale Feinnadelaspirationen (EBUS/TBNA)
- Endoskopische Blutstillung, unter anderem mit der Argon-Plasma-Coagulation
- Sonografische Diagnostik bei Erkrankungen von Lunge und Pleura
- Diagnostische wie therapeutische Thoraxdrainagen, z.B. bei malignen oder parapneumonischen Ergüssen, oder Aspirationen bei Pneumothorax; größerlumige Thoraxdrainagen z.B. im Rahmen von Pleuraempyemen mit der Möglichkeit einer intrapleuralen Fibrinolyse
- Polygraphie (MiniScreen / Löwenstein Medical) als Screeninguntersuchung bei Verdacht auf schlafbezogene Atmungsstörungen
- Einstellung auf eine außerklinische nicht-invasive Beatmungstherapie unter polysomnografischer und kapnometrischer Kontrolle im Schlaflabor
Je nach Erkrankung und Schweregrad kommen unterschiedliche Therapiebausteine zum Einsatz, zum Beispiel:
- Medikamentöse Behandlung (z.B. Inhalations- und Systemtherapien)
- Sauerstofftherapie, auch als Langzeittherapie
- Nicht-invasive und invasive Beatmung in Zusammenarbeit mit der Intensivmedizin
- Atemtherapie und physiotherapeutische Maßnahmen
- Schulungen zum Umgang mit Inhalationssystemen und zum Krankheitsmanagement
Viele pneumologische Erkrankungen erfordern in akuten Phasen eine sofortige Behandlung. In solchen Situationen ist die enge Zusammenarbeit mit der Zentralen Notaufnahme und der Intensivmedizin besonders wichtig. Gemeinsam stellen wir sicher, dass:
- Patient:innen mit akuter Luftnot schnell notfallmedizinisch versorgt werden
- Bei Bedarf eine Aufnahme auf die Intensivstation oder Intermediate-Care-Station erfolgt
- Übergänge von der Akut- in die Langzeitbehandlung gut geplant sind
So schaffen wir eine durchgängige Versorgungskette – von der ersten Notfallversorgung bis zur langfristigen Kontrolle in der Pneumologie.






