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Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Gynäkologie

St. Franziskus-Hospital Münster

Stationäre Operationen

In unserer Klinik bieten wir das gesamte Spektrum gynäkologischer Operationen an. Unsere Schwerpunkte liegen auf

  • Operationen zur Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)
  • Eingriffe zur Behandlung der weiblichen Harninkontinenz
  • Operationen bei Beckenbodensenkungen
  • Chirurgische Therapien gynäkologischer Krebserkrankungen

 

Wann immer es möglich ist, setzen wir auf minimal-invasive Verfahren (Schlüsselloch-Chirurgie). So führen wir den Großteil der rund 400 Gebärmutterentfernungen pro Jahr minimal-invasiv durch. Auch viele Operationen zur Behandlung der Harninkontinenz können auf diese schonende Weise erfolgen.

Stationäre Operationen im Überblick

In unserer Klinik setzen wir bei der Behandlung von Beckenbodensenkungen auf eine besonders schonende Methode: Anstelle eines Kunststoffnetzes verwenden wir körpereigenes Gewebe – genauer gesagt, eine Sehne aus dem Oberschenkel (Musculus semitendinosus).

Diese Sehne wird als Schlinge geformt und minimalinvasiv am Beckenboden sowie an der Wirbelsäule befestigt. So können abgesenkte Organe wie die Gebärmutter wieder angehoben werden. Auch zur Behandlung der Belastungsinkontinenz kann die körpereigene Sehne eingesetzt werden – ganz ohne künstliche Materialien.

Ihre Vorteile:

  • Kein Einsatz von synthetischem Material
  • Geringeres Risiko für Entzündungen und Schmerzen
  • Minimalinvasiver Eingriff mit kleinen Schnitten und schneller Erholung

Das vNotes-Verfahren (vaginal Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery) ermöglicht minimalinvasive Operationen im Bauchraum – ganz ohne Bauchschnitte. Statt über kleine Hautschnitte werden die Instrumente bei diesem modernen und sicheren Verfahren über die Scheide eingeführt.

vNotes kommt zum Einsatz, wenn ein rein vaginaler Eingriff nicht ausreicht, zum Beispiel weil das Sichtfeld eingeschränkt ist. Über die Scheide wird ein Laparoskop mit Videokamera eingeführt, sodass der Zugang erweitert und die Operation optimal durchgeführt werden kann. Besonders häufig wird vNotes für die Entfernung der Gebärmutter genutzt.

Ihre Vorteile:

  • Keine Schnitte in der Bauchdecke, keine sichtbaren Narben
  • Kürzere Operationsdauer und geringeres Risiko für Komplikationen
  • Weniger Schmerzen und schnellere Erholung
  • Frühere Entlassung nach Hause möglich
     

Hersteller-Informationen "Applied Medical"

Die Bauchspiegelung – auch Laparoskopie genannt – ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem die Bauchhöhle mit Kohlenstoffdioxid gefüllt und mithilfe einer Spezialoptik (Laparoskop) von innen betrachtet wird. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Mit der Laparoskopie können nicht nur Diagnosen gestellt, sondern auch viele Operationen besonders schonend durchgeführt werden. Über winzige Hautschnitte werden spezielle Instrumente eingeführt, sodass auf einen großen Bauchschnitt verzichtet werden kann.
 

Wann kommt die Laparoskopie zum Einsatz?

  • Entfernung von Eierstockzysten, der Eileiter oder der Eierstöcke
  • Sterilisationen
  • Lösung von Verwachsungen
  • Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit
  • unklaren Unterbauchschmerzen
  • Endometriose-OPs
  • Entfernung der Gebärmutter
  • Entfernung von Gebärmutter-Myomen (Myomenukleation)
  • Lymphknotenentfernungen
  • Inkontinenz-OPs
  • Gebärmutterkrebs und Gebärmutterhalskrebs  

 

Ihre Vorteile der Schlüsselloch-Chirurgie:

  • weniger Schmerzen nach der Operation geringeres Risiko für Wundinfektionen durch besonders sterile Technik schnellere Mobilisierung und Erholung
  • teilweise als ambulanter Eingriff möglich
  • kürzerer stationärer Aufenthalt 
  • schöneres kosmetisches Ergebnis 

Wann immer möglich, wenden wir minimal-invasive Operationsverfahren an, da diese für Sie als Patientin in der Regel mit einer schnelleren Erholung, geringeren Schmerzen und kürzeren Verweildauer im Krankenhaus verbunden sind. In einigen Fällen ist jedoch ein Bauchschnitt (abdominale Operation) notwendig, zum Beispiel bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen oder wenn während einer Operation Komplikationen auftreten, wie starke Blutungen, die nicht mehr minimalinvasiv gestillt werden können.

Vor jedem Eingriff führen wir ein ausführliches persönliches Gespräch mit Ihnen. Dabei informieren wir Sie transparent über das geplante Vorgehen und beantworten gerne Ihre Fragen.

Operationen spielen eine zentrale Rolle in der Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen, wie zum Beispiel:

  • Gebärmutterhalskrebs (Cervix-Karzinom)
  • Gebärmutterkrebs (Endometrium-Karzinom)
  • Eierstockkrebs (Ovarial-Karzinom)
  • Schamlippenkrebs
  • Scheidenkrebs


Gerade bei Gebärmutterhals- und Gebärmutterkrebs können wir dank moderner Diagnostik und früher Erkennung häufig minimal-invasive Operationsmethoden einsetzen. Diese Eingriffe sind besonders schonend und ermöglichen eine schnellere Erholung.Bösartige Tumoren wachsen oft in das umliegende Gewebe und können später Metastasen in Lymphknoten oder anderen Organen bilden.  . Ziel der Operation ist es, den Tumor vollständig zu entfernen. 

Heutzutage gibt es moderne Verfahren, um befallene Lymphknoten von gesunden Lymphknoten zu unterscheiden, um dann nur wirklich betroffene Lymphknoten zu entfernen.  Um unnötige Belastungen zu vermeiden, setzen wir auf innovative Methoden wie die Sentinel-Lymphknotenentfernung: Dabei wird ein spezieller Farbstoff in den Tumor gespritzt, der den sogenannten Wächterlymphknoten markiert. Während der Operation wird der Farbstoff durch eine spezielle Kamera sichtbar gemacht und entfernt. So können wir in einer Schnellschnittuntersuchung feststellen, ob dieser Lymphknoten bereits vom Tumor infiltriert ist. Nur wenn Tumorzellen nachgewiesen werden, ist eine weitergehende Entfernung der Lymphknoten notwendig. So können wir das Risiko für Komplikationen, wie z. B. Lymphabflussstörungen, deutlich senken.

Die Sentinel-Lymphknotenentfernung kommt vor allem bei Gebärmutterhalskrebs, Krebserkrankungen der äußeren Geschlechtsorgane (Vulva-Karzinom) und Gebärmutterkörperkrebs zum Einsatz.

Umfassende Betreuung und individuelle Therapieplanung

Während Ihres stationären Aufenthalts werden Sie von unserem erfahrenen Team umfassend betreut. Wir arbeiten eng mit anderen Fachbereichen wie der Onkologie und Strahlentherapie zusammen. In einer wöchentlichen Tumorkonferenz besprechen wir gemeinsam alle Patientinnen und stimmen die Therapie individuell auf Ihre Situation ab.

Manchmal ist die Therapie mit einer Operation abgeschlossen. Sollte eine weitere Therapie wie Chemotherapie oder Bestrahlung notwendig sein, unterstützen wir Sie bei der Organisation und Planung. Hierbei vermitteln wir gerne auch Kontakt zum klinischen Sozialdienst und zur Psychoonkologie, damit Sie sich während und nach Ihrem Krankenhausaufenthalt gut begleitet fühlen.

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Pelviskopische Hysterektomie

Eine Gebärmutterentfernung kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden. Hierzu zählen z.B. Blutungsstörungen, schmerzhafte Periodenblutungen, Auftreten von großen oder schmerzhaften Gebärmutter-Myomen oder Gebärmuttersenkungen. Bei der Entfernung der Gebärmutter unterscheidet man zwischen 

komplette Gebärmutterentfernung (totale Hysterektomie) – sowohl der Gebärmutterkörper als auch der Gebärmutterhals werden entfernt.


Vorteile

  • keine Regelblutungen mehr
  • kein Risiko für Gebärmutterhalskrebs


Nachteile 

  • mögliche Wundheilungsstörungen am Scheidenende 
  • Scheidenverkürzung möglich 
  • weitere regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind notwendig

     
teilweise Gebärmutterentfernung (suprazervikale Hysterektomie) – nur der Gebärmutterkörper wird entfernt, der Gebärmutterhals bleibt erhalten.


Vorteile

  • technisch einfacher durchführbar
  • keine Narben am Scheidenende
  • geringes Risiko für Wundheilungsstörungen
  • Erhalt wichtiger Beckenbänder


Nachteile 

  • bisher unauffällige Abstrichergebnisse vom Gebärmutterhals sind Voraussetzung für die OP
  • geringgradige zyklische Blutungen weiterhin möglich
  • Weiterhin mögliches Risiko für Gebärmutterhalskrebs, daher regelmäßige Abstrichkontrollen erforderlich


Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, besprechen wir ausführlich und individuell mit Ihnen. Zusätzlich bieten wir Ihnen an, im Rahmen der Operation auch die Eileiter zu entfernen. Dies schützt Sie vor einer späteren Krebserkrankung in diesem Bereich und verlängert die Operationsdauer nur geringfügig, ohne das OP-Risiko zu erhöhen. Die Entfernung der Eierstöcke erfolgt nur, wenn Sie sich bereits in den Wechseljahren befinden, da die Eierstöcke zuvor eine wichtige Rolle im Hormonhaushalt spielen.

Unsere Erfahrung – Ihre Sicherheit:
Seit 1992 führen wir minimalinvasive Gebärmutterentfernungen (pelviskopische Hysterektomie) durch. Wir führen rund 400 Eingriffe pro Jahr durch und und können bisher auf weit über 10.000 erfolgreich verlaufene Operationen zurückblicken. Durch unsere Erfahrung bieten wir Ihnen höchste Sicherheit und Kompetenz. Der durchschnittliche stationäre Aufenthalt nach einer Gebärmutterentfernung beträgt drei bis fünf Tage.

 

 

Vaginale Operationsverfahren werden angewendet zur Therapie bei

  • ausgeprägter Beckenbodensenkung
  • Harnblasen-Senkung
  • Gebärmuttersenkung  
  • Gebärmutter-Vorfall
  • Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom)