Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Mikrobiologie & Hygiene

St. Franziskus-Hospital Münster

Krankenhaushygiene
Sicherheit und Qualität für Patient:innen und Mitarbeitende

Die Krankenhaushygiene ist ein zentraler Bestandteil der modernen medizinischen Versorgung. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Patient:innen, Besucher:innen und Mitarbeitenden und trägt dazu bei, im Krankenhaus erworbene – sogenannte nosokomiale – Infektionen zu vermeiden.

Unser erfahrenes Team aus spezialisierten Hygienefachkräften arbeitet eng mit allen Berufsgruppen und klinischen Bereichen des St. Franziskus-Hospitals Münster zusammen. Gemeinsam entwickeln, vermitteln und überprüfen wir hygienische Standards und Maßnahmen, die auf die jeweiligen Anforderungen im Krankenhaus abgestimmt sind. Dabei orientieren wir uns an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie an den geltenden gesetzlichen und fachlichen Empfehlungen.

Die Organisation und Umsetzung der Krankenhaushygiene erfolgt unter der Verantwortung der Hygienekommission. Den Vorsitz führt der Ärztliche Direktor, der für die Krankenhaushygiene am St. Franziskus-Hospital Münster verantwortlich ist. Unterstützt wird er durch die Mitarbeitenden des Bereichs Krankenhaushygiene sowie durch weitere an der Hygiene beteiligte Berufsgruppen.

In jeder Fachabteilung ist ein:e hygienebeauftragte:r Ärzt:in als zentrale Ansprechperson benannt. Darüber hinaus verfügt jede Station und jede Funktionsabteilung über eine:n qualifizierte:n hygienebeauftragte:n Mitarbeitende:n aus dem pflegerischen oder jeweiligen fachlichen Bereich. Diese Ansprechpersonen unterstützen die Umsetzung der hygienischen Vorgaben im Arbeitsalltag und fördern die kontinuierliche Weiterentwicklung der Hygienekultur.

Unser gemeinsames Ziel ist es, Infektionsrisiken frühzeitig zu erkennen, Übertragungen wirksam zu verhindern und dauerhaft hohe Hygienestandards sicherzustellen.

Leistungsspektrum

  • Erstellung von Desinfektions- und Hygieneplänen
  • Ermittlung von Infektionsrisiken und die Entwicklung von Verfahrensanweisungen und Standards
  • Weitergabe und Umsetzung von internationalen, bundes- und länderspezifischen Regelungen, Normen und Gesetzen
  • Schulung von Mitarbeitenden
  • Einberufung und Gestaltung von Sitzungen der Hygienekommission
  • Mitarbeit im Ausbruchsmanagement bei Epidemien, Pandemien und gehäuftem Auftreten nosokomialer Infektionen
  • Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und anderer Behörden
  • Fortlaufende Analyse wissenschaftlicher Erkenntnisse der Krankenhaushygiene
  • Erarbeitung von krankenhausspezifischen Stellungnahmen
  • Infektionserfassung und Bewertung, besonders von multiresistenten Keimen (z.B. MRSA)
  • Hygienebegehungen mit Umgebungsuntersuchungen
  • Mikrobiologische Untersuchungen von Wasser- und Lebensmittelproben
  • Mitwirkung bei der Planung von Krankenhausaus- und -umbauten

Sicherheit der Patient:innen


Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen. Wir nehmen am Projekt Eursafety HealthNet teil: Das Hauptziel dieses Projekts ist die Stärkung der Patient:innensicherheit und der Schutz vor Infektionen bei dem unter anderem Krankenhäuser als Netzwerk zusammenarbeiten. In der Bekämpfung des MRSA (Methicillin-Resistenter-Staphylococcus-Aureus) ist das Projekt sehr erfolgreich mit einem standardisierten Verfahren.

Im St. Franziskus-Hospital werden unsere Patient:innen bei ihrer Aufnahme in Risikogruppen eingestuft. Je nach Risikogruppe wird dann ein Abstrich von der Rachen- und Nasenschleimhaut genommen und auf MRSA untersucht.

Im Falle eines positiven Befundes oder bei bereits bekannter MRSA-Besiedlung werden die Betroffenen isoliert. Nach einem festgelegten Konzept werden sie dann mittels antibiotischer Salben und desinfizierender Körperwaschung behandelt. Das gesamte Verfahren dient dazu, die Verbreitung von resistenten Keimen im Krankenhaus zu verhindern und somit auch das Risiko für gefährliche Krankenhaus-Infektionen zu minimieren.