Interdisziplinäre Intensivmedizin
Die Intensivstation der Klinik für Akut-, Notfall- und Intensivmedizin verfügt über eine moderne intensivmedizinische Ausstattung und helle Patientenzimmer. Auf insgesamt 14 Bettplätzen (8 Intensiv- und 6 Intermediate-Care-Betten) werden kritisch kranke Patient:innen rund um die Uhr überwacht und behandelt.
Unser Ziel ist es, Patient:innen intensivmedizinisch bestmöglich zu versorgen, damit sie die akute, oft lebensbedrohliche Erkrankung mit möglichst guter Lebensqualität überstehen. Gleichzeitig möchten wir Betroffene und ihre Angehörigen während des Aufenthalts auf der Intensivstation umfassend begleiten – mit offenem, ehrlichem Informationsaustausch und emotionaler Unterstützung.
Die intensivmedizinische Überwachung und Behandlung erfolgt nach aktuellen klinisch-wissenschaftlichen Standards der Intensivmedizin und berücksichtigt stets die individuellen Besonderheiten unserer Patient:innen. Die Therapie wird interdisziplinär in enger Zusammenarbeit mit den zuweisenden und mitbehandelnden Fachabteilungen durchgeführt. Regelmäßige Visiten mit Kolleg:innen aus der Abteilung Mikrobiologie, der Stabsstelle Antibiotic Stewardship (ABS) und der klinischen Pharmazie des Krankenhauses ergänzen dieses Konzept.
Behandlungsschwerpunkte
Ein intensivmedizinischer Behandlungsschwerpunkt unserer Abteilung ist die Versorgung von Patient:innen mit kardiovaskulären Notfällen, wie etwa akuter Myokardinfarkt, Herzklappenerkrankungen, komplexen Herzrhythmusstörungen und schwerer Herzmuskelschwäche bei Bedarf auch mit extrakorporaler Kreislaufunterstützung (Impella), in enger interdisziplinärer Kooperation mit den Kolleg:innen der kardiologischen Klinik.
Auch die intensivmedizinische prä- und postoperative Behandlung gefäßchirurgischer Patienten der Klinik für Gefäßchirurgie, insbesondere von Patient:innen mit offenen und interventionellen Aorteneingriffen erfolgt standardmäßig auf unserer Intensivstation.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Therapie von schweren akuten Störungen der Atemfunktion sowie die Beatmungsentwöhnung. Hierzu gehören insbesondere Patient:innen, die aufgrund von bestehenden chronischen Lungenerkrankungen, schweren Lungenentzündungen oder anderen Gründen eines akuten schweren Lungenversagens spezielle Beatmungsverfahren benötigen.
Die Behandlung akuter, kritischer Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, wie etwa gastrointestinale Blutungen, die akute Pankreatitis oder das Leberversagen, führen wir in enger Kooperation mit den Kolleg;innen der Klinik für Gastroenterologie und hämato-onkologische Notfälle gemeinsam mit den Kolleg:innen der Klinik für Hämatologie und internistische Onkologie durch. Alle endoskopischen Verfahren sind rund um die Uhr verfügbar.
Patient:innen mit schwerem akutem Nierenversagen werden mittels kontinuierlichem veno-venöse Nierenersatzverfahren (Hämo(dia)filtration) vom ärztlich-pflegerischen Team der Intensivstation behandelt. Das intermittierende Nierenersatzverfahren (Dialyse) wird hingegen vom Team der Klinik für Nephrologie, in enger Zusammenarbeit mit dem intensivmedizinischen Team auch auf der Intensivstation durchgeführt. Weitere typische Erkrankungsbilder umfassen die Sepsis verschiedenster Ursachen (s. Patientengeschichte 09/2024), Vergiftungen, Lungenembolien, schwere Elektrolytentgleisungen oder akute rheumatologische Erkrankungen. Beide Formen der Nierenersatzverfahren stehen rund um die Uhr zur Verfügung.
Bei Kapazitätsengpässen auf der direkt benachbarten Intensivstation der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Notfallmedizin behandeln wir auf unserer Intensivstation auch postoperative Intensivpatient:innen aller operativen Fachabteilungen im Hause.








