Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Akut-, Notfall- und Intensivmedizin

St. Franziskus-Hospital Münster

Interdisziplinäre Intensivmedizin

Die Intensivstation der Klinik für Akut-, Notfall- und Intensivmedizin verfügt über eine moderne intensivmedizinische Ausstattung und helle Patientenzimmer. Auf insgesamt 14 Bettplätzen (8 Intensiv- und 6 Intermediate-Care-Betten) werden kritisch kranke Patient:innen rund um die Uhr überwacht und behandelt.

Unser Ziel ist es, Patient:innen intensivmedizinisch bestmöglich zu versorgen, damit sie die akute, oft lebensbedrohliche Erkrankung mit möglichst guter Lebensqualität überstehen. Gleichzeitig möchten wir Betroffene und ihre Angehörigen während des Aufenthalts auf der Intensivstation umfassend begleiten – mit offenem, ehrlichem Informationsaustausch und emotionaler Unterstützung.

Die intensivmedizinische Überwachung und Behandlung erfolgt nach aktuellen klinisch-wissenschaftlichen Standards der Intensivmedizin und berücksichtigt stets die individuellen Besonderheiten unserer Patient:innen. Die Therapie wird interdisziplinär in enger Zusammenarbeit mit den zuweisenden und mitbehandelnden Fachabteilungen durchgeführt. Regelmäßige Visiten mit Kolleg:innen aus der Abteilung Mikrobiologie, der Stabsstelle Antibiotic Stewardship (ABS) und der klinischen Pharmazie des Krankenhauses ergänzen dieses Konzept.

Behandlungsschwerpunkte

Ein intensivmedizinischer Behandlungsschwerpunkt unserer Abteilung ist die Versorgung von Patient:innen mit kardiovaskulären Notfällen, wie etwa akuter Myokardinfarkt, Herzklappenerkrankungen, komplexen Herzrhythmusstörungen und schwerer Herzmuskelschwäche bei Bedarf auch mit extrakorporaler Kreislaufunterstützung (Impella), in enger interdisziplinärer Kooperation mit den Kolleg:innen der kardiologischen Klinik. 
Auch die intensivmedizinische prä- und postoperative Behandlung gefäßchirurgischer Patienten der Klinik für Gefäßchirurgie, insbesondere von Patient:innen mit offenen und interventionellen Aorteneingriffen erfolgt standardmäßig auf unserer Intensivstation.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Therapie von schweren akuten Störungen der Atemfunktion sowie die Beatmungsentwöhnung. Hierzu gehören insbesondere Patient:innen, die aufgrund von bestehenden chronischen Lungenerkrankungen, schweren Lungenentzündungen oder anderen Gründen eines akuten schweren Lungenversagens spezielle Beatmungsverfahren benötigen.
Die Behandlung akuter, kritischer Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, wie etwa gastrointestinale Blutungen, die akute Pankreatitis oder das Leberversagen, führen wir in enger Kooperation mit den Kolleg;innen der Klinik für Gastroenterologie und hämato-onkologische Notfälle gemeinsam mit den Kolleg:innen der Klinik für Hämatologie und internistische Onkologie durch. Alle endoskopischen Verfahren sind rund um die Uhr verfügbar.
Patient:innen mit schwerem akutem Nierenversagen werden mittels kontinuierlichem veno-venöse Nierenersatzverfahren (Hämo(dia)filtration) vom ärztlich-pflegerischen Team der Intensivstation behandelt. Das intermittierende Nierenersatzverfahren (Dialyse) wird hingegen vom Team der Klinik für Nephrologie, in enger Zusammenarbeit mit dem intensivmedizinischen Team auch auf der Intensivstation durchgeführt. Weitere typische Erkrankungsbilder umfassen die Sepsis verschiedenster Ursachen (s. Patientengeschichte 09/2024), Vergiftungen, Lungenembolien, schwere Elektrolytentgleisungen oder akute rheumatologische Erkrankungen. Beide Formen der Nierenersatzverfahren stehen rund um die Uhr zur Verfügung.
Bei Kapazitätsengpässen auf der direkt benachbarten Intensivstation der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Notfallmedizin behandeln wir auf unserer Intensivstation auch postoperative Intensivpatient:innen aller operativen Fachabteilungen im Hause.

Unsere Intensivstation

  • Intensivpflegerische Grundversorgung unter Berücksichtigung der individuellen Ressourcen der Patient:innen
  • Kontinuierliche Überwachung von Kreislauf, Atmung, Bewusstsein, Schmerzen, Motorik und Sensibilität
  • Unterstützung und Überwachung der Beatmungs- und Entwöhnungstherapie mit dem Ziel der frühzeitigen Extubation oder Etablierung einer nicht-invasiven Beatmung
  • Durchführung und Überwachung von Nierenersatztherapien
  • Atmungsunterstützende und mobilisierende Maßnahmen inklusive spezieller Lagerungstechniken gemeinsam mit der Physiotherapie
  • Stabilisierung des Kreislaufs mithilfe spezieller Medikamente
  • Assistenz bei invasiven Eingriffen auf der Intensivstation
  • Überwachung neuroprotektiver Therapien, zum Beispiel nach einer Reanimation
  • Durchführung und Überwachung von Ernährungskonzepten für Intensivpatient:innen
  • Spezielle Pflege bei extrakorporalen Herz-Lungen-Unterstützungssystemen
  • Einbindung von Angehörigen in die Pflege, bei Bedarf unter Einbeziehung psychologischer und seelsorglicher Dienste
  • Pflege und Begleitung von sterbenden Patient:innen sowie ihrer Angehörigen

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung des sogenannten Intensivdelirs, also von Verwirrtheitszuständen, die während eines Intensivaufenthalts auftreten können.

Unser Pflegeverständnis basiert auf einer wertschätzenden Begleitung in belastenden Lebensphasen und Krisen. Unser Anspruch ist eine individuelle, spezialisierte Pflege, die sich an den Bedürfnissen der Patient:innen orientiert. Dazu gehört auch, Patient:innen und ihre Angehörigen so weit wie möglich aktiv einzubeziehen und vorhandene Selbstständigkeit zu fördern.

Das Pflegeteam in der Erwachsenenintensivmedizin des St. Franziskus-Hospitals versorgt Patient:innen der internistischen und operativen Intensivstation sowie des postoperativen Aufwachraums. 

Die Pflege auf unseren Intensivstationen bedeutet vor allem die kontinuierliche Überwachung und Versorgung von kritisch kranken Patient:innen. Grundlage ist eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie allen weiteren Berufsgruppen, die an der Behandlung beteiligt sind. Die intensivpflegerische Arbeit erfolgt nach etablierten und wissenschaftlich fundierten Standards. Dabei stehen nicht nur Kreislauf, Atmung und andere körperliche Funktionen im Fokus, sondern auch psychosoziale Aspekte werden im Pflegeprozess berücksichtigt.

Die Intensivstation ist mit modernster Technik für Intensivmedizin ausgestattet. Rund um die Uhr stehen u.a. zur Verfügung:

  • Zentrale Monitoranlage (Philips)
  • Sonographie und Dopplersonographie
  • Transthorakale und transösophageale Echokardiographie
  • Transpulmonale Thermodilution und Pulskonturanalyse (PiCCO)
  • Neurophysiologische Untersuchungen (EEG, SEP)
  • Video-Bronchoskopie (Olympus, AmbuaScope)
  • High-Flow-Sauerstofftherapie
  • Moderne Beatmungsgeräte für invasive und nicht-invasive Beatmung (Getinge, Hamilton, Heinen & Löwenstein)
  • Transpulmonale Drucksteuerung und Monitoring mittels Ösophagusdrucksonde
  • Neural adjustierte Beatmungsunterstützung (NAVA)
  • NO-Beatmung
  • Inhalative Sedierung
  • Dilatative Tracheotomie
  • Extrakorporale Lungenunterstützung (ECCO2R)
  • Extrakorporale Kreislaufunterstützung (Impella-Pumpe)
  • Transvenöse, passagere Herzschrittmacheranlage
  • Kontinuierliche Hämo(dia)filtration mit Citrat-Antikoagulation (CVVH, CVVHD)
  • Intermittierende Hämodialyse und Plasmapherese (in Zusammenarbeit mit der Nephrologie)
  • Transportwageneinheiten mit Transport- und Notfallbeatmungsgeräten
  • Elektronisches Patientendokumentationssystem (MetaVision 6, iMDSoft)

Multiprofessionelles Team


Die Intensivstation ist im Schichtsystem rund um die Uhr stationsärztlich besetzt. Die supervidierenden und durchgehend diensthabenden Intensivmediziner:innen der Klinik gewährleisten einen gleichbleibend hohen Standard in der Intensivmedizin.

Die Behandlung kritisch kranker Patient:innen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit allen konservativen und operativen Fachabteilungen des Hauses. Ein großer Teil des intensivmedizinischen Pflegepersonals verfügt über langjährige Berufserfahrung und/oder eine spezielle Fachweiterbildung für die Betreuung von Intensivpatient:innen. Weitere Berufsgruppen, die wesentlich zur Behandlungsqualität beitragen, sind Mitarbeitende der Physiotherapie, Pharmazie, Stationshilfen, Reinigungsdienst sowie bei Bedarf rund um die Uhr verfügbare Mitarbeitende der Seelsorge

Erfahren Sie hier mehr zu dem Team der Intensivstation.