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Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Wirbelsäulenchirurgie & Skoliosezentrum

St. Franziskus-Hospital Münster

Konservative, nicht operative Therapieformen im zertifizierten Wirbelsäulenzentrum

Im Wirbelsäulenzentrum am St. Franziskus-Hospital stehen nicht operative Verfahren im Vordergrund, wenn es medizinisch vertretbar ist. Viele Erkrankungen der Wirbelsäule – etwa Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle oder Verschleißerscheinungen der Wirbelgelenke – lassen sich mit einem gut abgestimmten konservativen Behandlungskonzept erfolgreich behandeln. Unser Ziel ist es, Operationen möglichst zu vermeiden und Beschwerden durch schonende, aber wirksame Maßnahmen zu lindern.

Patient:innen erhalten bei uns ein individuelles Therapiekonzept, das sich an ihrer persönlichen Situation, den Untersuchungsergebnissen und dem Ausmaß der Beschwerden orientiert. Dabei arbeiten Ärzt:innen, Physiotherapeut:innen, Pflegefachpersonen und weitere Berufsgruppen eng zusammen.

Multimodale Therapie von Rückenschmerzen

Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Rückenschmerzen setzen wir auf ein multimodales Behandlungskonzept. Dieses umfasst je nach Befund verschiedene Bausteine

Bei der röntgengesteuerten Injektionsbehandlung werden unter Bildkontrolle (z.B. Röntgendurchleuchtung) Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente gezielt an die betroffene Struktur (z.B. Nervenwurzel, Facettengelenk, Spinalkanal) eingebracht.

Diese Verfahren kommen insbesondere bei folgenden Erkrankungen der Wirbelsäule zum Einsatz:

  • Bandscheibenvorfall mit Nervenwurzelreizung
  • Spinalkanalstenose
  • schmerzhafte Verschleißveränderungen der kleinen Wirbelgelenke

Die Physiotherapie ist ein zentraler Baustein der konservativen Behandlung von Rückenschmerzen und anderen Wirbelsäulenbeschwerden. Unsere Physiotherapeut:innen erarbeiten gemeinsam mit den Patient:innen ein individuelles Übungsprogramm, das u.a. folgende Ziele verfolgt:

  • Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur
  • Verbesserung von Beweglichkeit und Koordination
  • Abbau von Fehlhaltungen und Schonhaltungen
  • Schulung rückengerechten Verhaltens im Alltag und Beruf

Regelmäßige Übungen und eine aktive Mitarbeit der Patient:innen sind entscheidend, um langfristige Erfolge zu erzielen – insbesondere nach einem Bandscheibenvorfall oder bei chronischen Rückenschmerzen.

Zur Unterstützung der Behandlung können verschiedene physikalische Therapien eingesetzt werden, zum Beispiel:

  • Wärme- und Kälteanwendungen
  • Elektrotherapie
  • Ultraschalltherapie
  • Manuelle Therapie (z.B. Gelenkmobilisation)

Diese Verfahren dienen vor allem der Muskelentspannung, der Durchblutungsförderung und der Linderung von Schmerzen. Sie ergänzen die aktive Therapie durch Bewegung, ersetzen diese jedoch nicht.

Eine individuell abgestimmte Schmerztherapie ist wichtig, damit Patient:innen trotz Erkrankungen der Wirbelsäule in Bewegung bleiben können. Je nach Situation kommen z.B. entzündungshemmende Medikamente, muskelentspannende Mittel oder – zeitlich begrenzt – stärkere Schmerzmittel zum Einsatz. Die Behandlung erfolgt nach aktuellen Leitlinien und unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken.

Durch die Kombination dieser Elemente sollen Schmerzen reduziert, Beweglichkeit und Muskelkraft verbessert und erneuten Beschwerden vorgebeugt werden. Patient:innen werden aktiv in die Behandlung eingebunden und lernen, wie sie selbst zu einer stabilen und belastbaren Wirbelsäule beitragen können.

Ihr Weg zur konservativen Therapie im Wirbelsäulenzentrum


Wenn Sie unter Rückenschmerzen, einem Bandscheibenvorfall oder anderen Erkrankungen der Wirbelsäule leiden, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob eine konservative, nicht operative Therapie erfolgversprechend ist. Erst wenn diese Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder neurologische Ausfälle drohen, sprechen wir mit Ihnen über operative Möglichkeiten der Wirbelsäulenchirurgie.

So stellen wir sicher, dass jede Patientin und jeder Patient im Wirbelsäulenzentrum die für sie, bzw. ihn passende und zugleich möglichst schonende Behandlung erhält.

Kontaktieren Sie uns, um mehr zu unseren Therapiemöglichkeiten zu erfahren.