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Klinik für Wirbelsäulenchirurgie & Skoliosezentrum

St. Franziskus-Hospital Münster

Mikrochirurgische Operationen
Wirbelkanalenge mit verschleißbedingter Instabilität

Eine Wirbelkanalenge (Spinalkanalstenose) der Lendenwirbelsäule gehört zu den häufigsten Gründen für einen Eingriff in der Wirbelsäulenchirurgie. Durch verschleißbedingte Veränderungen verengt sich der Wirbelkanal, in dem Nerven und Rückenmark verlaufen. Liegt zusätzlich eine Instabilität der Wirbelsäule vor, wird neben der mikrochirurgischen Erweiterung des Wirbelkanals auch eine Stabilisierung des betroffenen Segmentes notwendig.

Typische Beschwerden der Spinalkanalstenose

Patient:innen berichten häufig über:

  • Belastungsabhängige Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelsäulenbereich
  • Ausstrahlende Schmerzen in Gesäß und häufig auch in die Beine
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Gesäß und in den Beinen
  • Zunehmende Beschwerden beim längeren Stehen oder Gehen

Typisch ist, dass Sitzen, Liegen oder Radfahren meist gut möglich sind, während längeres Gehen oder Stehen schwerfällt. Schmerzen oder Missempfindungen in Gesäß und Beinen zwingen Betroffene immer wieder, stehen zu bleiben – ähnlich wie bei der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ (Claudicatio), die durch Durchblutungsstörungen der Beine verursacht wird.

Verlauf nach der Operation

  • Bereits am Operationstag stehen die meisten Patient:innen mit Unterstützung erstmals auf.
  • Ein Korsett oder Mieder ist in der Regel nicht erforderlich.
  • In den ersten Tagen erfolgt die Mobilisation zunächst mit Gehwagen, nach kurzer Zeit meist frei oder mit leichten Hilfsmitteln.
  • Bei älteren Patient:innen kann für die ersten Wochen ein Rollator sinnvoll sein, um Sicherheit beim Gehen zu geben.

Verhalten nach der Operation

Um ein stabiles Einheilen der Implantate zu ermöglichen, gelten folgende Empfehlungen:

  • In den ersten 3 Monaten:
    • nicht zu lange sitzen
    • schwere körperliche Belastungen und Heben meiden
  • Nach etwa 3 Monaten:
    • leichte Aktivitäten wie Nordic Walking, Schwimmen oder Ergometertraining sind möglich
  • Nach etwa 6 Monaten:
    • normales Radfahren ist in der Regel wieder erlaubt
  • Nach etwa 12 Monaten:
    • volle Belastbarkeit, z.B. für Sportarten wie Skifahren oder Tennis, ist meist wieder erreichbar

Die genaue Empfehlung wird individuell angepasst und mit Ihnen im Rahmen der Nachsorge besprochen.

Ergebnisse und Erfolgsaussichten


Die Ergebnisse dieser Operation sind insgesamt sehr gut: Die Zufriedenheit der Patient:innen liegt bei deutlich über 80 %. Besonders die Beschwerden in den Beinen bessern sich in der Regel deutlich: Die Gehstrecke normalisiert sich, und die ursprüngliche Mobilität kehrt wieder zurück. Grundvoraussetzungen für ein gutes Ergebnis sind die korrekte Diagnose- und Indikationsstellung und die technisch einwandfreie Durchführung des operativen Eingriffes.  

So bietet die operative Behandlung der Wirbelkanalenge mit Instabilität vielen Patient:innen die Chance, ihre Beweglichkeit wiederzuerlangen und Rückenschmerzen deutlich zu reduzieren.