Schilddrüsenerkrankungen
In unserer Klinik für Nuklearmedizin am St. Franziskus-Hospital Münster klären wir Schilddrüsenerkrankungen sorgfältig und patientenorientiert ab. Dazu gehören unter anderem Struma (vergrößerte Schilddrüse), Schilddrüsenautonomie, Morbus Basedow sowie heiße und kalte Schilddrüsenknoten. Mit modernen Untersuchungsverfahren wie Labor, Ultraschall und Schilddrüsenszintigraphie können wir Funktion und Struktur der Schilddrüse genau beurteilen und die weitere Behandlung gezielt vorbereiten.
Schilddrüsenerkrankungen frühzeitig erkennen und einordnen
Die Schilddrüse bildet Hormone, die viele wichtige Körperfunktionen beeinflussen, zum Beispiel den Stoffwechsel, den Kreislauf und den Energiehaushalt. Veränderungen der Schilddrüse können deshalb sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen.
Häufige Hinweise auf eine Schilddrüsenerkrankung sind zum Beispiel:
- Herzrasen
- Schwitzen
- Zittern
- Nervosität
- Gewichtsverlust
- Haarausfall
- Druckgefühl am Hals
- sichtbare oder tastbare Knoten
Nicht jede Veränderung der Schilddrüse führt sofort zu Beschwerden. Umso wichtiger ist eine gezielte Abklärung, wenn Laborwerte auffällig sind, Knoten entdeckt wurden oder eine Über- oder Unterfunktion vermutet wird.
Welche Schilddrüsenerkrankungen wir abklären
Eine Struma bezeichnet eine Vergrößerung der Schilddrüse. Sie kann unter anderem durch langjährigen Jodmangel entstehen. Die Schilddrüse wächst dabei, weil sie versucht, den Hormonbedarf des Körpers weiterhin auszugleichen. Nicht jede Struma führt zu Beschwerden, sie kann jedoch ein Druckgefühl im Hals verursachen oder mit Knotenbildung verbunden sein.
Bei einer Schilddrüsenautonomie entziehen sich einzelne Schilddrüsenzellen oder Knoten der normalen Steuerung durch den Körper. Diese Bereiche produzieren Hormone eigenständig. Man spricht dann häufig von heißen Knoten. Dadurch kann eine Schilddrüsenüberfunktion entstehen.
Typische Beschwerden sind zum Beispiel Herzrasen, Unruhe, Schwitzen, Gewichtsverlust oder Zittern. Mit einer Schilddrüsenszintigraphie lässt sich erkennen, ob solche überaktiven Bereiche vorliegen.
Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse zu einer übermäßigen Hormonproduktion anregt. Auch hier kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Neben den typischen Beschwerden einer Überfunktion können weitere Begleiterscheinungen auftreten. Für die Abklärung kombinieren wir Laborwerte mit bildgebenden Verfahren und beurteilen die Schilddrüsenfunktion gezielt.
Neben heißen Knoten gibt es auch kalte Knoten. Diese Bereiche produzieren wenig oder keine Schilddrüsenhormone. Viele kalte Knoten sind gutartig. Da sie jedoch weiter abgeklärt werden sollten, beurteilen wir sie sorgfältig mit Ultraschall, Szintigraphie und bei Bedarf mit einer Feinnadelpunktion.
Auch Erkrankungen der Nebenschilddrüsen können wir gezielt abklären. Eine Nebenschilddrüsenszintigraphie wird eingesetzt, um überaktives Nebenschilddrüsengewebe sichtbar zu machen, zum Beispiel bei einem Hyperparathyreoidismus.
Die Untersuchung ist insbesondere sinnvoll bei erhöhten Parathormon- und Kalziumwerten, bei Verdacht auf ein Nebenschilddrüsenadenom oder zur Vorbereitung einer Operation, um die betroffene Drüse möglichst genau zu lokalisieren.




