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Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Speiseröhrenzentrum

St. Franziskus-Hospital Münster

Refluxerkrankung

Die gastroösophageale Refluxerkrankung ist die häufigste Erkrankung der Speiseröhre. Sie entsteht, wenn Magensäure oder Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen und dort die Schleimhaut reizen. Viele Patientinnen und Patienten leiden dadurch unter Beschwerden wie Sodbrennen oder saurem Aufstoßen. Im Speiseröhrenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster klären wir die Ursachen der Beschwerden sorgfältig ab und bieten eine individuell abgestimmte Behandlung an.

Bei einer Refluxerkrankung schließt der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen nicht ausreichend, sodass Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangen kann. Diese Reizung kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen und bei längerem Bestehen auch zu Folgeschäden führen. In Deutschland sind etwa 20 Prozent der Erwachsenen von Refluxbeschwerden betroffen.

Typische Reflux Symptome sind:

  • Sodbrennen
  • saures Aufstoßen
  • Brennen hinter dem Brustbein
  • Druck- oder Schmerzgefühl im oberen Brustbereich
  • Beschwerden nach dem Essen oder im Liegen

Nicht alle Patientinnen und Patienten zeigen dieselben Beschwerden. Auch die Stärke der Symptome kann sehr unterschiedlich sein.

Eine häufige Refluxerkrankung Ursache ist der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Begünstigt werden kann dies unter anderem durch eine Schwäche des Verschlussmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre. Auch Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht oder andere individuelle Faktoren können eine Rolle spielen.

Für die Reflux Diagnose reicht eine Magenspiegelung nicht immer aus. Nicht bei allen Patientinnen und Patienten sind Veränderungen der Schleimhaut endoskopisch sichtbar. Deshalb setzen wir bei Bedarf ergänzende Untersuchungen ein, um die Beschwerden gezielt abzuklären.

Dazu gehören unter anderem:

  • endoskopische Untersuchung der Speiseröhre und des Magens
  • 24-Stunden-pH-Metrie
  • Impedanzmessung

So lässt sich genauer beurteilen, ob und in welchem Ausmaß Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.

Eine angepasste Reflux Ernährung kann helfen, Beschwerden zu verringern. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von den individuellen Auslösern ab. Oft ist es hilfreich, belastende Speisen und Getränke zu erkennen und das Essverhalten entsprechend anzupassen. Die Ernährung ersetzt jedoch nicht die ärztliche Abklärung, wenn Beschwerden häufiger auftreten oder stärker werden.

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden und den Untersuchungsergebnissen. In vielen Fällen gelingt es zunächst, die Symptome medikamentös zu lindern. Wenn die Beschwerden trotz Therapie bestehen bleiben oder Komplikationen auftreten, prüfen wir weiterführende Behandlungsmöglichkeiten.

Wenn Medikamente nicht ausreichend helfen oder die Refluxerkrankung dauerhaft behandelt werden soll, kann eine Reflux Operation infrage kommen. Im Speiseröhrenzentrum bieten wir dafür minimal-invasive Operationsverfahren wie die Fundoplikatio an. Dabei wird der obere Teil des Magens als Manschette um den unteren Abschnitt der Speiseröhre gelegt, um den Rückfluss von Magensäure zu verringern.

Moderne Operationsmethoden ermöglichen in vielen Fällen eine schnelle Genesung. Aktuelle Studien zeigen zudem, dass eine chirurgische Behandlung bei ausgewählten Patientinnen und Patienten langfristig zu einer besseren Symptomkontrolle und zu mehr Lebensqualität beitragen kann.

Ihre Behandlung im Speiseröhrenzentrum


Die Refluxerkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen. Deshalb ist uns wichtig, jede Patientin und jeden Patienten individuell zu beraten und zu behandeln. Im Speiseröhrenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster arbeiten Gastroenterologie und Chirurgie eng zusammen, um eine passende Diagnostik und Therapie zu ermöglichen.

Wenn Sie unter Reflux Symptomen leiden oder eine weiterführende Reflux Diagnose wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin unserem Speiseröhrenzentrum.