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Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Radiologie

St. Franziskus-Hospital Münster

Mehrschicht-Computertomographie

In der Klinik für Radiologie am St. Franziskus-Hospital Münster bieten wir Patientinnen und Patienten moderne Mehrschicht-Computertomographie (CT) mit hoher Bildauflösung und – wo möglich – strahlensparenden Protokollen (Low-Dose-CT). Die CT ermöglicht eine schnelle und präzise Diagnose bei vielen Erkrankungen von Kopf, Brustkorb, Bauchorganen, Gefäßen und Knochen. Auch CT-gesteuerte Eingriffe (Interventionen) gehören zu unserem Leistungsspektrum.

  • Schädel
    • Standard (Gehirn - CCT, Gesichtsschädel)
    • Felsenbein
    • Nasennebenhöhlen – NNH
    • Dental-CT (Zahn-CT)
    • CT-Angiographie der intrakraniellen Gefässe (incl. virtueller DSA)
    • Perfusionsuntersuchungen des Gehirns
       
  • Hals
    • Standard (Weichteile, Kehlkopf - Larynx, Lymphknoten)
    • CT-Angiographie der extrakraniellen Gefässe (inkl. virtueller DSA)Halswirbelsäule – HWS
       
  • Brustkorb (Thorax)
    • Standard (Lunge)
    • Hochaufgelöstes CT des Lungenparenchyms (HRCT)
    • Niedrig-Dosis CT der Lunge (low dose CT)
    • Virtuelle CT-Bronchographie
    • CT-Angiographie der Aorta und Pulmonalarterien
    • Perfusionsuntersuchungen von LungentumorenVolumetrie von Tumorknoten zur Beurteilung von Therapieverläufen
    • Bronchialkarzinom- Screening
       
  • Herz
    • Calcium-Scoring der Herzkranzgefäße
    • Nicht-invasive Angiographie der Herzkranzgefäße
    • Nicht-invasive Darstellung von Bypass-Gefäßen
    • Quantifizierung von Herzfunktion
    • Untersuchung von Herztumoren
       
  • Bauch (Abdomen)
    • Standard (Leber, Gallenblase und -wege, Bauchspeicheldrüse - Pankreas, Milz,
    • Nieren und Nebennieren - Retroperitoneum, Lymphknoten)
    • CT-Enteroklysma
    • CT-Kolonoskopie (virtuelle Koloskopie)
    • CT-Angiographie (Aorta, Nierenarterien, etc.)
    • CT-Urographie
    • Nierensteinsuche (stone CT)
       
  • Becken/Unterbauch
    • Standard (Weichteile, Eierstöcke - Ovarien, Harnblase)
    • ISG – Iliosakralgelenke
    • Lendenwirbelsäule – LWS
    • Hüftgelenke
       
  • Gelenke/Knochen
    • Standard (alle Gelenke)
    • Knochendichtemessung
       
  • Becken/Bein-CT-Angiographie
     
  • CT gesteuerte Interventionen
    • Biopsien aller Körperregionen (inklusive Knochen)
    • Schmerztherapie der Wirbelsäule (PRT, Facettgelenksinfiltration)
    • Neurolysen, Sympathikolyse (lumbal, thorakal, cervical, coeliacal), Sympathikus-
    • Blockaden
    • Drainagenanlage
       
  • Diagnostische Feinnadelaspiration
    • Radiofrequenz-Ablation von Leber- und Nieren-, Knochen– und Lungentumoren
    • Mikrowellen-Ablation
    • CT-gesteuerte Tumorablation via Ethanol-Injektion
    • CT assistierte PEG-Anlagen
    • CT gesteuerte Nephrostomien
       
  • Pädiatrische CT
    • Angepasste low dose Protokolle für pädiatrische Untersuchungen
      CT-Untersuchungen in Sedierung oder Narkose

Häufige Fragen

Die CT arbeitet mit Röntgenstrahlung und ist besonders schnell. Sie eignet sich unter anderem für die Diagnostik von Knochen, Lunge, bestimmten Gefäßveränderungen und akuten Notfallsituationen. Die MRT arbeitet ohne ionisierende Strahlung und wird vor allem für Weichteile, Gehirn, Rückenmark, Gelenke und viele Organfragestellungen eingesetzt.

Welche Untersuchung für Sie geeignet ist, entscheiden Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt gemeinsam mit der Klinik für Radiologie am St. Franziskus-Hospital Münster.

Bei der CT wird ionisierende Strahlung eingesetzt. Daher prüfen wir immer sorgfältig, ob eine CT sinnvoll und notwendig ist.

In unserer Klinik für Radiologie verwenden wir dosisoptimierte und Low-Dose-Protokolle, insbesondere für Lunge und bei Kindern, um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten. Der Nutzen der Untersuchung (z.B. frühzeitiges Erkennen einer ernsten Erkrankung) überwiegt in der Regel das Strahlenrisiko deutlich.

  1. Sie melden sich in der Radiologie an, unsere Mitarbeitenden erklären Ihnen den Ablauf.
  2. Je nach Untersuchung legen Sie sich auf eine Liege, die langsam durch die CT-Öffnung fährt.
  3. Die Öffnung ist deutlich kürzer und weiter als bei einer MRT-Röhre.
  4. Während der Aufnahme werden Sie gebeten, kurz die Luft anzuhalten oder ruhig zu liegen.
  5. Die eigentliche Bildaufnahme dauert meist nur wenige Sekunden, die gesamte Untersuchung oft nur einige Minuten.

Die Untersuchung ist schmerzfrei; Sie stehen über eine Gegensprechanlage mit dem Team in Kontakt.

Nein. Die CT-Untersuchung selbst ist schmerzfrei. Sie liegen ruhig auf einer Liege, die durch das Gerät fährt. Nur wenn ein venöser Zugang für Kontrastmittel gelegt wird, ist lediglich ein kurzer Einstich zu spüren.

Bei vielen CT-Untersuchungen wird ein jodhaltiges Kontrastmittel über die Vene verabreicht, damit Blutgefäße, Entzündungen oder Tumore besser sichtbar werden (z.B. bei CT-Angiographie, Herz-CT, Bauch-CT).

Vor der Untersuchung fragen wir Sie gezielt nach Vorerkrankungen und ggf. Laborwerten (z.B. Kreatinin, TSH basal). So können wir Ihr individuelles Risiko minimieren. Bitte berichten Sie uns bekannte Allergien oder frühere Reaktionen auf Kontrastmittel.

Die eigentliche Bildaufnahme geht sehr schnell: häufig nur Sekunden bis wenige Minuten.

Mit Vorbereitung (z.B. Aufklärung, Legen eines Zugangs, ggf. Trinken von Kontrastmittel) sollten Sie je nach Untersuchung insgesamt ca. 15–90 Minuten einplanen. Bei speziellen Untersuchungen oder CT-gesteuerten Interventionen kann es länger dauern.

Ja. Metall im Körper (z.B. Gelenkprothesen, Schrauben, Platten) ist für die in der Regel kein Problem. 

Teilen Sie uns bitte dennoch alle Implantate mit und bringen Sie – wenn vorhanden – Ihren Implantatausweis mit.

CT-gesteuerte Eingriffe sind minimal-invasive Behandlungen oder Gewebeentnahmen, die mithilfe der CT-Bilder genau gesteuert werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • gezielte Biopsien (Gewebeentnahmen)
  • Schmerztherapie an der Wirbelsäule (z.B. PRT, Facettgelenksinfiltration)
  • Drainagenanlagen (z.B. bei Flüssigkeitsansammlungen)
  • Tumorablation (z.B. Radiofrequenz- oder Mikrowellenablation von Leber-, Nieren-, Knochen- oder Lungentumoren)

Sie erhalten eine lokale Betäubung, manchmal auch eine leichte Sedierung. Die CT zeigt dem Radiologen/der Radiologin genau, wo die Nadel oder Sonde positioniert werden muss, damit der Eingriff möglichst sicher und schonend erfolgen kann.

In der Schwangerschaft wird eine CT nur bei dringender bzw. vitaler medizinischer Notwendigkeit durchgeführt, da Röntgen-Strahlung eingesetzt wird.

Wenn möglich, wird zunächst auf strahlenfreie Alternativen wie Ultraschall oder MRT ausgewichen. Bitte informieren Sie uns immer vor der Untersuchung, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermuten.

Bei Kindern achten wir besonders auf eine möglichst geringe Strahlenbelastung. In unserer Radiologie nutzen wir:

  • speziell angepasste Low-Dose-Protokolle
  • kindgerechte Lagerung und Vorbereitung
  • bei Bedarf Sedierung oder Narkose, damit die Untersuchung ruhig und ohne Bewegung ablaufen kann

Ob eine CT wirklich notwendig ist, wird bei Kindern sehr sorgfältig geprüft; wenn möglich, wird auf Ultraschall oder MRT ausgewichen.

Je nach Untersuchung:

  • alle relevanten Unterlagen mitbringen (Medikamentenliste, Laborwerte – insbesondere Nieren- und Schilddrüsenwerte, Vorbefunde).
  • ausreichend trinken, sofern medizinisch erlaubt (günstig für die Nieren)
  • bequeme Kleidung ohne große Metallteile

Genaue Hinweise bekommen Sie vom Team der Radiologie bei der Terminvereinbarung.

Die CT-Bilder werden von Fachärztinnen und Fachärzten für Radiologie ausgewertet. Der schriftliche Befund geht in der Regel zeitnah an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt.

Gerade bei komplexen oder onkologischen Fragestellungen werden die Ergebnisse häufig in interdisziplinären Konferenzen des St. Franziskus-Hospitals Münster besprochen, um die beste weitere Behandlung für Sie zu planen.

Weitere Fragen?


Wenn Sie weitere Fragen zur Mehrschicht-Computertomographie, zu CT-Interventionen oder zur Strahlenbelastung haben, wenden Sie sich gerne an das Team der Klinik für Radiologie. Wir beraten Sie individuell und begleiten Sie sicher durch Ihre Untersuchung.