Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

Erfahren Sie hier mehr zu unserer Notaufnahme

Klinik für Akut-, Notfall- und Intensivmedizin

St. Franziskus-Hospital Münster

Zentrale Notaufnahme
24-Stunden-Versorgung bei akuten Beschwerden

In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des St. Franziskus-Hospitals Münster werden jährlich ca. 35.000 Patient:innen mit akuten Beschwerden rund um die Uhr versorgt. Als Notaufnahme sind wir erste Anlaufstelle für internistische, chirurgische und weitere akute Erkrankungen und Verletzungen. Unser Team aus erfahrenen Ärzten und Ärztinnen und Pflegefachpersonen stellt sicher, dass Sie schnell und fachgerecht notfallmedizinisch behandelt werden.

In der Notaufnahme bündeln wir die Notfallmedizin des Hauses. Nach Ersteinschätzung der individuellen Behandlungsdringlichkeit erfolgt in enger interprofessioneller und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit allen an der Notfallversorgung beteiligten Fachabteilungen im Hause die jeweils notwendige Notfalldiagnostik, -pflege und -therapie. So stellen wir sicher, dass lebensbedrohlich erkrankte Menschen sofort behandelt werden, während bei weniger dringlichen Beschwerden etwas Wartezeit entstehen kann.

Alle Patient:innen, bei denen die Erkrankung und Symptomatik eine ambulante Behandlung zulässt, werden nach Abschluss der Notaufnahmeeinschätzung bzw. -behandlung mit einem schriftlichen Bericht in die weitere ambulante Praxisversorgung übergeleitet.

Diejenigen Patient:innen, die stationär behandelt werden müssen, werden je nach Krankheitsschwere entweder initial zur Überwachung auf der Observationsstation oder den Intensivstationen behandelt oder auf eine Normalstation im Hause verlegt mit Überleitung an die weiterbehandelnde Fachabteilung.

Schwer erkrankte Patient:innen, vom Rettungsdienst oft auch intubiert und beatmet eingeliefert, werden umgehend in den Schockräumen versorgt und zeitnah auf die Intensivstationen verlegt. Dies ermöglicht eine qualifizierte Weiterversorgung der kritisch kranken Patient:innen ohne Zeitverzögerung.

Die Zentrale Notaufnahme ist rund um die Uhr im Schichtdienst besetzt. Damit ist die fachspezifische Kompetenz aller Abteilungen zu allen Zeiten verfügbar.  

Unsere speziell ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpfleger:innen sowie Medizinischen Fachangestellten arbeiten in einem interdisziplinären pflegerischen Notaufnahmeteam. Die gute interprofessionelle Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten der mitbehandelnden medizinischen Abteilungen sichert einen hohen Qualitätsstandard.

Behandlungsreihenfolge – das Manchester-Triage-System


Die Behandlungsreihenfolge in unserer Notaufnahme richtet sich nicht nach der Ankunftszeit, sondern nach der medizinischen Dringlichkeit. Grundlage ist das Manchester-Triage-System (MTS) – ein international etabliertes Verfahren, das Patient:innen anhand ihrer Beschwerden und Leitsymptome in fünf Dringlichkeitsstufen einteilt.

🔴 Rot – Sofort: Lebensgefahr, sofortige Behandlung
🟠 Orange – Sehr dringend: Behandlung innerhalb von 10 Minuten
🟡 Gelb – Dringend: Behandlung innerhalb von 30 Minuten
🟢 Grün – Normal: Behandlung innerhalb von 90 Minuten
🔵 Blau – Nicht dringend: Behandlung innerhalb von 120 Minuten

Das bedeutet: Patient:innen, die nach Ihnen eingetroffen sind, können früher behandelt werden – wenn ihre Beschwerden dringlicher sind. Auch Patienten, die mit dem Rettungswagen kommen, werden nicht automatisch bevorzugt. Entscheidend ist allein der medizinische Befund. Unser Team behält dabei jederzeit den Überblick – keine Person wird vergessen.

Schockraum: Versorgung lebensbedrohlich Erkrankter


Für schwerstkranke oder schwer verletzte Patient:innen stehen speziell ausgestattete Schockräume in unserem Krankenhaus zur Verfügung. Hier arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Notfall- und Intensivmediziner:innen, Chirurg:innen, Anästhesist:innen, Pflegefachpersonen und weiteren Mitarbeitenden Hand in Hand.

Im Schockraum werden lebenswichtige Funktionen wie Atmung und Kreislauf schnell stabilisiert, notwendige Diagnostik eingeleitet und die weitere Behandlung – etwa auf der Intensivstation – vorbereitet. Die enge Anbindung an die Intensivmedizin ermöglicht eine nahtlose Weiterversorgung ohne Zeitverlust.

Zusammenarbeit mit Rettungsdienst und Intensivmedizin

Die Notaufnahme ist eng mit dem Rettungsdienst der Region vernetzt. Bereits auf dem Weg ins Krankenhaus werden wichtige Informationen übermittelt, sodass das Team der Zentralen Notaufnahme und des Schockraums sich optimal auf die Ankunft vorbereiten kann. Bei Bedarf erfolgt direkt nach der Erstversorgung die Verlegung auf die Intensivstation oder in die zuständige Fachabteilung.

Wegbeschreibung

Die Zentrale Notaufnahme befindet sich im 1. OG und ist barrierefrei erreichbar.

Fußläufiger Weg durch den Haupteingang

Unmittelbar in der Eingangshalle befindet sich die Information. Melden Sie sich bitte zunächst dort. Zum Notfalltresen geht es die Rolltreppe hinauf. Alternativ können Sie den Fahrstuhl rechts von der Rolltreppe nutzen.
Am Notfalltresen melden Sie sich als Notfallpatient an. Dort werden Sie durch den Aufnahmeprozess begleitet.
Falls Sie seh-, hör oder gehbehindert sind oder eine andere Einschränkung haben, begleitet Sie unser Begleitdienst, Mitarbeitende der Pforte oder Mitarbeitende des Notfalltresens.

Liegendanfahrt

Notfallpatient:innen, die mit dem Rettungsdienst transportiert werden, gelangen über unsere Liegendanfahrt an der Rückseite des St. Franziskus-Hospitals mit dem Notfallaufzug in das 1. OG direkt in die Zentrale Notaufnahme.

Hubschraubertransport

Im Falle eines luftgestützten rettungsdienstlichen Transportes erreichen uns Notfallpatient:innen über unseren Hubschrauberlandeplatz. Bei Eintreffen des Hubschraubers empfangen unsere intensivpflegerischen und ärztlichen Mitarbeitende der Intensivstation den/die Patient:in und das Rettungsdienstteam und begleiten sie zum Zielort innerhalb der Klinik.