Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

Erfahren Sie hier mehr zu unserer Notaufnahme

Klinik für Akut-, Notfall- und Intensivmedizin

St. Franziskus-Hospital Münster

Aufenthalt in der Notaufnahme
Anmeldung in der Zentralen Notaufnahme

Bei Ihrer Ankunft in der Zentralen Notaufnahme des St. Franziskus-Hospitals Münster werden Sie zunächst in unserem EDV-System angemeldet. Für eine zügige Notfallversorgung in der Notaufnahme halten Sie bitte – wenn vorhanden – folgende Unterlagen bereit:

  • Einweisung oder Überweisung
  • Krankenkassenkarte
  • Frühere Arztbriefe, Medikamentenpläne oder Befunde

Direkt nach der Anmeldung in der Notaufnahme erfolgt eine notfallpflegerische Ersteinschätzung der Behandlungsdringlichkeit. Anschließend wird Ihnen ein Behandlungsplatz zugewiesen oder Sie werden gebeten, im Wartebereich Platz zu nehmen.

Patient:innen, die mit dem Rettungsdienst eingeliefert werden oder unter dringenden, bedrohlichen Symptomen leiden, erhalten sofort einen Behandlungsplatz; die Anmeldung erfolgt in diesen Fällen im Anschluss. So stellen wir sicher, dass in der Notfallmedizin lebensbedrohliche Situationen unmittelbar versorgt werden.

Wichtige Informationen zum Aufenthalt in der Notaufnahme

Grundsätzlich werden alle Patient:innen, die in die Zentrale Notaufnahme des St. Franziskus-Hospitals Münster kommen, durch ein fest zugeordnetes Teammitglied im Rahmen eines Erstkontakts gesehen.

Wenn Sie von sexueller oder häuslicher Gewalt betroffen sind, finden Sie hier weitere Informationen und spezielle Unterstützungsangebote.

Anhand Ihrer Symptome und Vitalzeichen (z. B. Blutdruck, Atmung, Puls, Bewusstsein) erfolgt eine standardisierte Ersteinschätzung nach dem „Manchester Triage System“. Dieses international etablierte Verfahren unterstützt die Notfallmedizin dabei, die medizinisch notwendige Dringlichkeit der Behandlung festzulegen. Daraus ergibt sich die Reihenfolge der Behandlung in der Notaufnahme Münster.

Ziele dieser Ersteinschätzung sind:

  • Dringliche Probleme frühzeitig zu erkennen
  • Abläufe in der Notaufnahme zu verbessern
  • Wartezeiten zu verkürzen
  • Patientensicherheit und -zufriedenheit zu erhöhen

Patient:innen mit hoher Behandlungsdringlichkeit werden vorrangig behandelt. Patient:innen mit geringerer Dringlichkeit müssen bis zum ersten ärztlichen Kontakt eventuell länger warten. Die Reihenfolge richtet sich daher nicht nach dem Zeitpunkt des Eintreffens in der Notaufnahme, sondern nach der Dringlichkeit der Erkrankung.

Ergibt sich bereits im Rahmen der Ersteinschätzung, dass eine Weiterbehandlung sinnvollerweise in einer hausärztlichen oder fachärztlichen Praxis erfolgen kann, wird Ihnen eine entsprechende ambulante Behandlung empfohlen und Sie können die Notaufnahme wieder verlassen. So bleibt die Notfallmedizin für wirklich akute Notfälle verfügbar.

Um wertvolle Zeit zu sparen, werden bereits vor dem ersten ärztlichen Kontakt häufig Blutproben für Laboruntersuchungen abgenommen und ein EKG aufgezeichnet. So liegen wichtige Befunde für die weitere notfallmedizinische Entscheidung frühzeitig vor.

Sobald Ihnen ein Behandlungsplatz zugewiesen wurde, erfolgt – je nach Schwere der Erkrankung – die Anbindung an einen Überwachungsmonitor. Im Anschluss folgen:

  • Ausführliche ärztliche Befragung (Anamnese)
  • Körperliche Untersuchung
  • Bei Bedarf weitere Diagnostik, z.B. Ultraschall, Röntgen oder CT

Wir informieren Sie und Ihre Angehörigen möglichst verständlich über alle Schritte und Maßnahmen der Notfallmedizin. Wenn alle Untersuchungen abgeschlossen und alle Laborwerte verfügbar sind, bespricht die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt mit Ihnen das weitere Vorgehen: ambulante Weiterbehandlung, Kontrolltermine oder stationäre Aufnahme.

Je nach Schwere Ihrer Erkrankung oder Verletzung wird Ihnen ärztlich eine stationäre Weiterbehandlung empfohlen. In diesem Fall erfolgt die stationäre Aufnahme direkt aus der Zentralen Notaufnahme in eine passende Fachabteilung des St. Franziskus-Hospitals Münster. Wenn eine stationäre Behandlung nicht erforderlich ist, erhalten Sie einen schriftlichen Bericht, Informationen zum weiteren Vorgehen sowie ggf. eine Empfehlung zur Vorstellung in einer Praxis.

Alle Patient:innen mit akuten Beschwerden sind in Sorge um ihre Gesundheit und wünschen sich schnelle Hilfe. Vor diesem Hintergrund werden Wartezeiten in der Notaufnahme verständlicherweise als belastend empfunden. Dennoch sind Wartezeiten in der Notfallmedizin eines Akutkrankenhauses nicht immer zu vermeiden.

In unserer Zentralen Notaufnahme stellen sich täglich weit mehr als 150 Notfallpatient:innen vor. Häufig müssen mehrere Notfälle gleichzeitig versorgt werden. Deshalb sind wir verpflichtet, die Reihenfolge der Behandlung vor allem nach medizinischer Dringlichkeit zu organisieren.

  • In der Ersteinschätzung (Triage) wird jede Patientin und jeder Patient einer von fünf Dringlichkeitsstufen zugeordnet.
  • Je nach Beschwerdebild erfolgen hier oft schon Blutentnahmen, erste Untersuchungen oder eine erste Symptomlinderung.
  • Schwer- und lebensbedrohlich erkrankte Menschen werden mit höchster Priorität behandelt und häufig über die Liegendanfahrt direkt in einen Behandlungsraum gebracht – diese Behandlungen sind vom Wartebereich aus nicht einsehbar.

Nach der Ersteinschätzung erfolgt – entsprechend der Dringlichkeit und des gesamten Patientenaufkommens – die ärztliche Untersuchung durch die jeweils zuständigen Dienstärztinnen und -ärzte. Danach werden weitere diagnostische Schritte und die Therapie in der Notfallmedizin festgelegt.

Zusätzliche Zeit entsteht durch:

  • Auswertung von Labor-, Röntgen- oder CT-Befunden
  • Rücksprache mit weiteren Fachabteilungen und Spezialist:innen
  • Organisation einer stationären Aufnahme oder Verlegung

Während im ambulanten Bereich die Einholung von Befunden und Expertenmeinungen oft Tage bis Wochen dauern kann, stehen in unserer Notaufnahme die meisten Befunde und Einschätzungen noch am selben Tag zur Verfügung. Abhängig vom aktuellen Aufkommen und der Versorgung schwerstkranker Patient:innen kann es jedoch zu Gesamtbehandlungszeiten von mehreren Stunden kommen.

Das gesamte Team der Zentralen Notaufnahme bittet Sie und Ihre Angehörigen um Verständnis. Unser oberstes Ziel ist es, mit professioneller Notfallmedizin allen Patient:innen die bestmögliche, ihrer Erkrankung angemessene Versorgung in der Notaufnahme zu bieten.