Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

Erfahren Sie hier mehr zu unserer Notaufnahme

Klinik für Kardiologie, Angiologie & Elektrophysiologie

St. Franziskus-Hospital Münster

Ambulante Herzkatheteruntersuchung
Kardiologische Tagesklinik

In der kardiologischen Tagesklinik im St. Franziskus-Hospital Münster werden ambulante Herzkatheteruntersuchungen mit anschließender Überwachung durchgeführt. Das Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten mit geplanter Koronarangiografie ohne wesentliche Begleiterkrankungen.

Bis zu fünf Tage vor der eigentlichen Herzkatheteruntersuchung erfolgen eine Voruntersuchung und ein Vorgespräch mit Aufklärung über den geplanten Eingriff.

Im Rahmen dieses Vorgesprächs wird geklärt, ob eine ambulante Herzkatheteruntersuchung möglich ist oder ob aufgrund weiterer Erkrankungen eine stationäre Aufnahme am Vortag erforderlich ist.

Die Herzkatheteruntersuchung dauert in der Regel etwa 15–20 Minuten. Der Zugang zu den Herzkranzgefäßen erfolgt bevorzugt über die Armarterie oder die Leistenarterie.

Bei einer rein diagnostischen Untersuchung – das heißt ohne gleichzeitige Gefäßaufdehnung oder Stentimplantation – wird die Punktionsstelle mit einem Gefäßverschlusssystem versorgt und zusätzlich für etwa vier Stunden mit einem Druckverband geschützt.

Liegt eine behandlungsbedürftige Engstelle an den Herzkranzgefäßen vor, wird in der Regel unmittelbar im Anschluss an die diagnostische Untersuchung eine Gefäßaufdehnung (Dilatation), meist mit Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent), vorgenommen.

In Einzelfällen kann aus medizinischen Gründen ein späterer Termin für die Aufdehnung erforderlich sein, z.B. bei notwendiger vorheriger gerinnungshemmender Behandlung oder einer Infusionstherapie bei eingeschränkter Nierenfunktion.

Nach der Untersuchung erfolgt eine Überwachung über mehrere Stunden in der kardiologischen Tagesklinik. Beim Zugang über die Armarterie ist eine strenge Bettruhe in der Regel nicht erforderlich. Beim Zugang über die Leistenarterie ist Aufstehen bei unauffälligem Verlauf meist nach drei bis sechs Stunden möglich.

Die Einstichstelle soll für mindestens 24 Stunden geschont werden.

Bei einer rein diagnostischen Herzkatheteruntersuchung können Sie das Krankenhaus in aller Regel noch am gleichen Tag verlassen. 

Bei relevanten Begleiterkrankungen oder erforderlicher Koronarintervention (PCI, Stentimplantation) verlängert sich der Aufenthalt üblicherweise um ein bis zwei Tage.

Empfohlene Verhaltensregeln:

  • Vermeiden Sie anstrengende Beugungen im Bereich der Hüfte und Treppensteigen für ca. fünf bis zehn Tage.
  • Am ersten Tag nach dem Eingriff sollte starkes Pressen (z.B. beim Toilettengang) vermieden werden.
  • Sollten Schmerzen oder Blutungen nach der Untersuchung auftreten, melden Sie sich bitte unmittelbar beim Pflegepersonal oder den Ärzt:innen. 
  • Bei Schmerzen oder Blutungen nach der Entlassung: Bitte stellen Sie sich zeitnah bei Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Fachärztin oder Ihrem Facharzt vor. Wenn diese nicht erreichbar sind, wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Notdienst.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen ebenfalls bei eventuellen Komplikationen zur Verfügung.

Vor der Entlassung erfolgt ein Abschlussgespräch, in dem wir die Befunde erläutern, und notwendige weitere Maßnahmen, einschließlich präventiver Strategien, sowie die wichtigsten Verhaltensregeln nach der Untersuchung zusammenfassen.

Ergänzend geben wir Ihnen Tipps und Anregungen, wie Sie selbst zu Ihrer Gesundheit beitragen können.