Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns 24/7 über unsere Notaufnahme.
 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie den Notruf 112.
 

Bei nicht dringlichen Erkrankungen, planbaren Untersuchungen oder länger bestehenden Beschwerden sollten Sie sich zunächst an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) wenden. So helfen Sie mit, die Notfallmedizin in der Notaufnahme für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten freizuhalten.

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Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Notfallmedizin

St. Franziskus-Hospital Münster

Nach der Operation

Nach der Operation werden Sie nicht „allein gelassen“. Wir begleiten Sie in den ersten Stunden engmaschig – mit klaren Abläufen, moderner Überwachung und einer wirksamen Schmerztherapie. Unser Ziel ist, dass Sie sich sicher fühen, Beschwerden früh erkannt werden und Sie sich schnell erholen können.

 

Aufwachraum
Die ersten Stunden

Direkt nach dem Eingriff kommen Sie in den Aufwachraum. Dort überwachen wir kontinuierlich Atmung, Kreislauf und Ihr Befinden. Viele Patient:innen sind zunächst müde oder etwas benommen – das ist normal und lässt in der Regel rasch nach.

Sobald es medizinisch sicher ist, dürden Sie meist wieder trinken. Viele Patient:innen empfinden ein kleines Wassereis im Aufwachraum als besonders angenehm – es befeuchtet den Mund, lindert Durst und kann das Wohlbefinden nach der Narkose verbessern.

In vielen Fällen ist im Aufwachbereich bei Kindern auch direkt die Anwesenheit von Eltern möglich und sinnvoll. Geben Sie Ihrem Kind die Orientierung wieder und erklären Sie was passiert ist.


Schmerztherapie
Damit Sie sich gut erholen können

Eine gute Schmerztherapie ist ein zentraler Teil Ihrer Behandlung. Wir kombinieren – je nach Eingriff und individuellen Bedürfnissen – verschiedene Verfahren. So können wir Schmerzen reduzieren, Bewegung erleichtern und die Erholung unterstützen.

PCIA – patient*innenkontrollierte intravenöse Analgesie 

Bei der PCIA erhalten Sie eine Schmerzpumpe, über die Sie bei Bedarf per Knopfdruck eine definierte Dosis Schmerzmittel über die Vene abrufen kannst. Die Pumpe ist so programmiert, dass sie nur sichere Mengen abgibt. Sie bekommen damit eine verlässliche, gut steuerbare Schmerztherapie.

PCEA – patient*innenkontrollierte epidurale Analgesie

Bei der PCEA erfolgt die Schmerztherapie über einen dünnen Katheter im Rücken (Peridural-/Epiduralkatheter). Das Verfahren wird häufig bei größeren Operationen eingesetzt, insbesondere im Bauch- oder Thoraxbereich. Auch hier können Sie – innerhalb sicherer Grenzen – bei Bedarf zusätzliche Dosen abrufen.

Regionalblockaden & lokale Infiltrationen

Manchmal betäuben wir Nerven gezielt (Regionalblockade) oder der OP-Bereich wird lokal infiltriert. Diese Verfahren können Schmerzen deutlich reduzieren, den Bedarf an Schmerzmitteln senken und Übelkeit nach der Operation verringern. Welche Methode für Sie geeignet ist, besprechen wir individuell.

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Perioperative Altersmedizin
Besondere Sicherheit für ältere Patient:innen

Für ältere oder besonders gebrechliche Patient:innen ist eine individuelle Betreuung vor und nach der Operation besonders wichtig. Ein Schwerpunkt ist die Vorbeugung eines postoperativen Delirs (vorübergehende Verwirrtheit). Dazu gehören unter anderem eine gute Schmerztherapie, ausreichende Flüssigkeit, frühe Orientierung, Aufrechterhaltung des Schlaf-Wach-Rhythmus, Vorhandensein von wichtigen Orientierungshilfen (Brille/Hörgeräte), sowie eine möglichst frühe Mobilisation.
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Early Recovery
Schnell wieder auf die Beine kommen

Wir arbeiten mit allen chirurgischen Kliniken eng zusammen, um moderne Early-Recovery-Konzepte umzusetzen. Das bedeutet: frühes Trinken und Essen, wirksame (aber möglichst nebenwirkungsarme) Schmerztherapie, frühe Mobilisation und klare Tagesziele. Ziel ist, Komplikationen zu vermeiden und den Krankenhausaufenthalt so kurz wie medizinisch sinnvoll zu halten.


Ambulante Eingriffe
Zu Hause sicher ankommen

Wenn Sie ambulant operiert werden, brauchen Sie eine volljährige Begleitperson für den Heimweg und eine Betreuung für die erste Nacht. In den ersten 24 Stunden sollten Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Achten Sie auf ausreichend Ruhe und vermeiden Sie körperliche Anstrengung. Essen und trinken Sie in gewohnter Weise, je nachdem, wie Sie sich fühlen. Vermeiden Sie Alkohol und andere schädliche oder bewusstseinstrübende Substanzen.