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Klinik für Nephrologie,
Rheumatologie + Osteologie

St. Franziskus-Hospital Münster

ASV Rheumatologie Münster
Ambulante spezialfachärztliche Versorgung für entzündlich-rheumatische Erkrankungen

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV Rheumatologie) ermöglicht Patient:innen mit schweren oder seltenen rheumatologischen Erkrankungen eine optimale, interdisziplinäre Behandlung. Im Netzwerk „ASV Rheumatologie Münsterland“ arbeiten erfahrene Rheumatolog:innen, Nieren- und Lungenfachärzt:innen, Rheumaorthopäd:innen, Hautärzt:innen und weitere Spezialist:innen eng zusammen, um Ihnen die bestmögliche Versorgung zu bieten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit für Ihre Gesundheit

Zu diesem Netzwerk werden nur Expert:innen zugelassen, die besondere Erfahrung und hohe Qualitäts- und Behandlungsstandards nachweisen können. Am St. Franziskus-Hospital Münster ist Dr. Martin Scheel Sektionsleiter der Rheumatologie und Teil des Kernteams der ASV Münsterland. Gemeinsam mit Chefarzt Dr. Martin W. Baumgärtel und Oberarzt Dr. Henning Friesicke (Nephrologie), sowie Expert:innen aus der Augenheilkunde, Nuklearmedizin und Radiologie, profitieren Sie von einer engen Kooperation und täglichen Fallkonferenzen. So können alle Symptome und Auswirkungen Ihrer rheumatologischen Erkrankung zeitnah und umfassend behandelt werden.

Der große Vorteil der ASV besteht darin, dass sämtliche Symptome und Auswirkungen, welche mit der rheumatologischen Erkrankung zusammenhängen, gemeinsam im Team behandelt werden können. Hierfür können die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der beteiligten Kliniken in der ambulanten Versorgung genutzt werden.

Schwerpunkte der ASV Rheumatologie Münster

  • Uveitis und Vaskulitis: Das St. Franziskus-Hospital ist spezialisiert auf die Betreuung von Patient:innen mit entzündlichen Augenerkrankungen (Uveitis) und Gefäßentzündungen (Vaskulitis).
  • Systemische entzündlich-rheumatische Erkrankungen: Rheumatische Erkrankungen betreffen oft mehrere Organe. Unsere Rheumatolog:innen behalten stets den gesamten Körper im Blick und stimmen die Therapie individuell ab.
  • Nierenbeteiligung: In enger Zusammenarbeit mit der Nephrologie klären wir ab, ob und wie die Niere von Ihrer rheumatischen Erkrankung betroffen ist.
  • Abklärung bei Fieber unklarer Herkunft und hohen Entzündungszeichen: Wir bieten eine strukturierte Diagnostik, um die Ursachen Ihrer Beschwerden gezielt zu finden.


Moderne Therapie und individuelle Betreuung

Die Indikationsstellung und Durchführung der medikamentösen Therapien erfolgt nach internationalen Qualitätsstandards. Unser therapeutisches Spektrum umfasst modernste Ansätze, einschließlich Biologika-Therapien und Infusionsbehandlungen (z.B. Cyclophosphamid, Rituximab). Die meisten Patient:innen können ambulant betreut werden. Sollte eine stationäre Behandlung notwendig sein, steht Ihnen die Klinik für Nephrologie, Dialyse, Hypertensiologie, Rheumatologie und Osteologie – zur Verfügung.

Spezialsprechstunden
für Ihre individuellen Bedürfnisse

Zu Beginn der Sprechstunde werden alle vorhandenen Vorbefunde sorgfältig gesichtet und bewertet. Anschließend erfolgt, abhängig von Ihrem Alter und nach einem bewährten diagnostischen Algorithmus, eine individuelle Empfehlung zur weiteren Abklärung der Ursachen. So stellen wir sicher, dass Sie eine zielgerichtete und effiziente Diagnostik erhalten.

In unserer Spezialsprechstunde betreuen wir Patient:innen mit entzündlichen Augenerkrankungen (Uveitis), bei denen der Verdacht auf eine zugrunde liegende entzündlich-rheumatische Systemerkrankung besteht oder bereits eine gesicherte rheumatische Erkrankung vorliegt. Für eine optimale Versorgung ist eine interdisziplinäre Betreuung durch erfahrene Augenärzt:innen und internistische Rheumatolog:innen in Münster unerlässlich.

Dank unseres bewährten Netzwerks mit dem Uveitiszentrum am St. Franziskus-Hospital Münster bieten wir Ihnen eine umfassende und koordinierte Behandlung unter einem Dach. Die Besonderheit unserer Versorgungsstruktur liegt in der engen Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen: Durch gemeinsame Fallkonferenzen und Sprechstunden am selben Tag profitieren Sie von einer schnellen, zeit- und kosteneffizienten Diagnostik und Therapie.

Gerade bei schwersten Augenentzündungen, die häufig Notfallsituationen darstellen, ist ein eingespieltes, interdisziplinäres Team entscheidend. Unsere langjährige Kooperation und die räumliche Nähe der beteiligten Expert:innen ermöglichen eine sofortige und abgestimmte Behandlung – für Ihre Sicherheit und bestmögliche Versorgung.

In unserer Vaskulitissprechstunde betreuen wir Patient:innen mit autoimmunologischen Gefäßentzündungen (Vaskulitiden). Diese komplexen Erkrankungen können verschiedene Organe betreffen, häufig ist auch eine Nierenbeteiligung vorhanden. Unsere erfahrenen Rheumatolog:innen in Münster bieten Ihnen eine umfassende Diagnostik und individuelle Therapie.

Einteilung der Vaskulitiden nach Gefäßgröße

Um die unterschiedlichen Erscheinungsformen und Symptome der Vaskulitiden gezielt zu behandeln, erfolgt eine Einteilung nach der Größe der typischerweise betroffenen Gefäße:

  • Großgefäß-Vaskulitis: Dazu zählen die Riesenzellarteriitis und die Takayasu-Arteriitis.
  • Vaskulitiden mittelgroßer Gefäße: Hierzu gehören die Polyarteriitis nodosa und das Kawasaki-Syndrom.
  • Kleingefäßvaskulitiden: Diese werden weiter unterteilt in: 
  • ANCA-assoziierte Vaskulitiden: Granulomatose mit Polyangiitis (GPA, ehemals Wegener’sche Granulomatose), eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA, ehemals Churg-Strauss-Syndrom), mikroskopische Polyangiitis.
  • Immunkomplex-Vaskulitiden: Purpura Schönlein-Henoch, kryoglobulinämische Vaskulitis, Goodpasture-Syndrom sowie hypokomplementänische Urtikaria-Vaskulitis.
  • Darüber hinaus gibt es Vaskulitiden, die Gefäße unterschiedlicher Größen betreffen, wie Morbus Behçet und das Cogan-Syndrom, sowie Vaskulitiden einzelner Organe, beispielsweise die primäre ZNS-Vaskulitis und die kutane leukozytoklastische Vaskulitis.

In dieser Spezialsprechstunde betreuen wir Patient:nnen mit Nierenbeteiligung im Rahmen entzündlich-rheumatischer Systemerkrankungen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Nephrologie und Rheumatologie am St. Franziskus-Hospital Münster ermöglicht eine gezielte Diagnostik und individuelle Therapie.

Wann ist eine Nierenbeteiligung relevant?

Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen kann die Niere auf verschiedene Weise betroffen sein. In unserer Sprechstunde klären wir insbesondere folgende Fragen:

  • Mitbeteiligung der Niere: Ist die Nierenbeteiligung Ausdruck einer direkten Mitbeteiligung der Niere im Rahmen der entzündlich-rheumatischen Grunderkrankung?
  • Medikamentenwirkung: Liegt die Nierenbeteiligung als Folge einer Medikamentenwirkung im Rahmen der Therapie der Grunderkrankung vor?
  • Spätfolge: Ist die Nierenbeteiligung eine Spätfolge der entzündlich-rheumatischen Systemerkrankung?

Unsere erfahrenen Nephrolog:innen und Rheumatolog:innen führen eine umfassende Diagnostik durch und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept.

Hier bieten wir Patient:innen eine gezielte Diagnostik bei Fieber unklarer Herkunft und hohen Entzündungszeichen im Blut ohne erkennbare Ursache. Unser erfahrenes Team aus Rheumatologen und Rheumatologinnen und weiteren Fachärzt:innen nimmt sich Zeit für eine umfassende Analyse Ihrer Beschwerden.

Unterlagen für die Sprechstunden


Um die Sprechzeit möglichst effektiv zu nutzen, bitten wir Sie, Ihren Besuch gut vorzubereiten. So kann sich Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein umfassendes Bild von Ihrer Erkrankung machen kann und es bleibt genug Zeit, Ihre Fragen zu beantworten.
Erscheinen Sie bitte mindestens 15 Minuten vor dem vereinbarten Termin, um die Formalitäten zu klären. 

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit: 

  • Krankenversicherungskarte
  • ASV-Überweisung nach §116 b Bitte achten Sie darauf, dass das entsprechende Kästchen angekreuzt ist und das neben der Diagnose auch das Freifeld "Überweisung an" korrekt ausgefüllt ist.s. Abbildung. 

Bitte reichen Sie die folgenden Unterlagen vorab per E-Mail an ASV-Rheuma@sfh-muenster.de ein:

  • Beschreibung der aktuellen Beschwerden
  • Liste vorangegangener und aktueller Erkrankungen (mit Jahresangabe)
  • Befunde vom Haus- oder Facharzt (z.B. Arztbriefe, Röntgenbilder, Laborbefunde) 
  • Liste aller aktuell angewendeter Medikamente (mit Dosierung), ggf. bekannte Medikamentenunverträglichkeiten und ggf. eine Liste der Vortherapien von Rheumamedikamenten
     

Anmeldeformular (PDF)