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Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

St. Franziskus-Hospital Münster

Roboterassistierte Chirurgie
– moderne Präzision in der Viszeralchirurgie

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Franziskus-Hospital Münster setzen wir bei geeigneten Eingriffen die roboterassistierte Chirurgie mit dem da Vinci®-Operationssystem ein. Dieses moderne Verfahren ist eine Weiterentwicklung der minimal-invasiven Chirurgie und erweitert unsere Möglichkeiten insbesondere bei komplexen Operationen im Bauchraum.

Wie bei der Schlüssellochchirurgie erfolgt der Eingriff über wenige kleine Schnitte. Über diese Zugänge werden eine Kamera und feine Instrumente eingebracht. Das da Vinci®-System unterstützt die Operateurin oder den Operateur mit einer hochauflösenden dreidimensionalen Sicht und besonders beweglichen Instrumenten. So können ausgewählte Eingriffe sehr präzise und gewebeschonend durchgeführt werden.

Für welche Eingriffe kommt das da Vinci®-System infrage?

Die roboterassistierte Viszeralchirurgie eignet sich insbesondere für Operationen an:

  • Darm
  • Magen
  • Speiseröhre
  • Bauchspeicheldrüse
  • Leber
  • Ausgewählte Hernien

Gerade bei komplexen Eingriffen hilft die Technik, auf engem Raum besonders präzise zu operieren. Auch bei ausgewählten onkologischen Operationen, zum Beispiel bei Darmkrebs oder Speiseröhrenkrebs, ist ein roboterassistiertes Vorgehen häufig sinnvoll. Ob diese Methode in Ihrem Fall infrage kommt, entscheiden wir immer individuell.

Vorteile für Patientinnen und Patienten

Die roboterassistierte Chirurgie kann – je nach Eingriff und persönlicher gesundheitlicher Situation – folgende Vorteile bieten:

  • sehr präzises Operieren auf engem Raum
  • kleine Schnitte
  • gewebeschonendes Vorgehen
  • weniger Blutverlust
  • geringere Schmerzen nach der Operation
  • schnellere Erholung
  • oft kürzere Krankenhausaufenthalte

Welche Vorteile im Einzelfall zu erwarten sind, hängt immer von der Art des Eingriffs und Ihrer persönlichen gesundheitlichen Situation ab.

So funktioniert das da Vinci®-Operationssystem


Das da Vinci®-System besteht aus mehreren Komponenten:

  • einer Steuerkonsole, an der die Operateurin oder der Operateur sitzt
  • einer Operationseinheit mit mehreren Roboterarmen
  • einem Videoturm, der die Bildübertragung und Kommunikation im OP unterstützt

Während der Operation steuert die Chirurgin oder der Chirurg die Instrumente von der Konsole aus. Dabei sieht sie oder er das Operationsgebiet in hochauflösender 3D-Darstellung und starker Vergrößerung. Das ermöglicht eine sehr genaue Darstellung selbst feiner Gewebestrukturen.

Wichtig ist:
Der Roboter operiert nicht selbstständig. Er setzt ausschließlich die Bewegungen der Operateurin oder des Operateurs präzise und zitterfrei um. Die volle Kontrolle liegt während des gesamten Eingriffs jederzeit beim ärztlichen Team.

Moderne Technik ersetzt nicht das erfahrene OP-Team


Auch bei einer roboterassistierten Operation steht immer ein erfahrenes und eingespieltes Team im Mittelpunkt. Neben der Operateurin oder dem Operateur an der Konsole sind weitere ärztliche Teammitglieder, die OP-Pflege und das Anästhesie-Team direkt am Patienten im Einsatz.

Die Anwendung des da Vinci®-Systems setzt eine spezielle Ausbildung voraus. Unsere Chirurginnen und Chirurgen absolvieren dafür theoretische Schulungen, Simulationstrainings und praktische Ausbildungsprogramme.

Häufige Fragen zur roboterassistierten Chirurgie

Nein. Die roboterassistierte Chirurgie ist ein anerkanntes Operationsverfahren. Für Patientinnen und Patienten entstehen in der Regel keine zusätzlichen Kosten.

Nein. Der Roboter operiert nicht selbstständig. Er wird vollständig von der Chirurgin oder dem Chirurgen gesteuert und führt keine eigenen Entscheidungen oder Bewegungen aus.

Technische Ausfälle sind sehr selten. Sollte es dennoch zu einer Störung kommen, kann die Operation jederzeit sicher ohne den Roboter fortgeführt werden.

Diese Entscheidung treffen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit Ihnen. Grundlage sind der medizinische Befund, Ihre persönliche Situation und die Frage, welches Verfahren die besten Erfolgsaussichten bietet.

Nach Einleitung der Narkose werden Kamera und Instrumente über wenige kleine Schnitte eingebracht. Die Operateurin oder der Operateur steuert den Eingriff an der Konsole. Gleichzeitig befindet sich ein weiteres ärztliches Teammitglied direkt am OP-Tisch und unterstützt den Eingriff. Auch OP-Pflege und Anästhesie sind während der gesamten Operation anwesend.

An der Konsole steht eine hochauflösende dreidimensionale Sicht auf das Operationsgebiet zur Verfügung. Das Bild ist stark vergrößert, sodass auch sehr feine anatomische Strukturen besonders gut erkennbar sind.

Nein. Mit dem da Vinci®-System dürfen nur speziell geschulte Chirurginnen und Chirurgen operieren. Voraussetzung sind eine fundierte theoretische Ausbildung, intensives Simulationstraining und die praktische Begleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen.

Ja. Die roboterassistierte Chirurgie ist ein etabliertes und sicheres Verfahren, wenn sie bei geeigneten Eingriffen und durch erfahrene Teams eingesetzt wird. Wie bei jeder Operation prüfen wir vorab sehr genau, ob dieses Verfahren für Sie geeignet ist.

Das kann in vielen Fällen so sein. Durch das schonende Vorgehen profitieren Patientinnen und Patienten häufig von kleineren Schnitten, weniger Schmerzen und einer schnelleren Erholung. Der genaue Verlauf hängt jedoch immer von der Art des Eingriffs und Ihrer persönlichen gesundheitlichen Situation ab.

Beide Verfahren gehören zur minimal-invasiven Chirurgie. Beim da Vinci®-System wird die Operation zusätzlich durch eine besonders präzise technische Steuerung, hochbewegliche Instrumente und eine vergrößerte 3D-Sicht unterstützt. Dadurch kann das System vor allem bei komplexeren Eingriffen Vorteile bieten.